Bürobedarf und mehr für Schreibende

Einer meiner meistkommentierten Posts auf Instagram zeigt meinen Schreibtisch. Beiträge zu meiner Schreibumgebung und von mir verwendeten Materialien sind ebenfalls gut angekommen. Auch aus Gesprächen und Beobachtungen kann ich ableiten, dass sich die Gedanken von angehenden und arrivierten Autor:innen immer mal wieder um das Thema drehen: Wo schreibe ich? Womit schreibe ich? Wie gestalte ich mein Umfeld? (In einem älteren Blogartikel habe ich mich schon mal mit dem Schreibort beschäftigt.)

Im heutigen Artikel soll es noch etwas tiefer gehen, nämlich ganz konkret um die vielen Helferlein, die uns das Leben als Schreibende erleichtern können. Ob du als Autor:in nun aus einer Notebooktasche lebst, deinen Bürokram griffbereit in einem Küchenwagen sammelst oder einen Schreibtisch dein Eigen nennen kannst: Nimm dir aus diesem Artikel, was du brauchst und umsetzen kannst. Nicht alles wird zu deiner Situation passen, doch das liegt in der Natur der Sache. Wir alle schaffen uns unsere kreative Umgebung, wie es sich für uns gut anfühlt und umsetzen lässt.

Kalender

In meiner näheren Umgebung tummeln sich diverse Kalender:

  • Ein klassischer Kalender in Buchform, der mich durch das Jahr begleitet, und ohne den ich komplett aufgeschmissen wäre. Ich wäre „lost“, wie meine Kinder gerne sagen, und würde einen Termin nach dem anderen verpassen, wenn ich ihn nicht hätte. Dieser Kalender ist die Grundlage für meine gesamte Planung, denn ich muss meine Tätigkeit als Lektorin und Autorin mit dem Familienleben in Einklang bringen und alle Termine im Blick behalten. Manche machen das digital, doch das holt mich bislang nicht ab: zu unübersichtlich. Außerdem brauche ich den Akt des Aufschreibens mit Stift, damit sich mein Gehirn die Dinge merkt. Und ja: Ich liebe es, erledigte Punkte wegzustreichen. Daher wird ein klassischer Kalender mich wohl weiterhin begleiten.

  • Auf meinem Schreibtisch liegt außerdem ein Wochenplaner, und zu meinen sonntäglichen Ritualen gehört es, die kommende Woche zu planen, mir Aufgaben aus meiner digitalen To-do-Liste und der Monatsplanung rauszusuchen, Wochenziele zu setzen und jedem Tage drei zu erledigende Aufgaben zuzuweisen. Hier trage ich auch schon anstehende Termine ein, damit ich sie im Blick behalte und weiß, dass ich mir den entsprechenden Tag nicht zu voll packen darf.

    Natürlich klappt es nicht immer, diese Planung umzusetzen. Manches dauert länger als gedacht und schiebt sich in den nächsten Tag, anderes fällt weg. Daher trage ich nur die bereits feststehenden Aufgaben ein und halte den Rest frei, um weitere Aufgaben flexibel eintragen zu können und einen Puffer für Unerwartetes zu haben. Auch Ideen und in der Zukunft anstehende To-dos wandern im Laufe der Woche in diesen Planer, in dem es eine eigene Rubrik für Notizen gibt. Diese übertrage ich in der nächsten sonntäglichen Sitzung in den nächsten Planer oder meine To-do-Liste. Das System hat sich für mich bewährt, da so nichts aus dem Blick gerät.

    Im Handel gibt es verschiedene Planer. Schaue sie dir an und überlege, was für dich wichtig ist. Probiere einen aus und wechsle gegebenenfalls, wenn er nicht zu deinen Bedürfnissen passt.

  • Ein beschreibbarer Wandkalender hilft mir, das ganze Jahr im Blick zu behalten. Auf diesem landen die Termine für anstehende Lektorate, Schreibphasen, in denen ich intensiv an einem Projekt arbeiten möchte, Veröffentlichungs- und Messetermine – und natürlich mein Urlaub, denn der sollte auch seinen Platz finden.

Habit-Tracker

Auf meinem Wochenplaner ist auch ein sogenannter Habit-Tracker abgedruckt: Damit sich positive Gewohnheiten etablieren können, wollen sie regelmäßig ausgeführt werden. In diesen Tracker kann ich eintragen, was ich regelmäßig ausführen möchte, und dann tageweise abkreuzen. So sehe ich automatisch, was zu kurz gekommen oder in der Woche gut gelaufen ist. Solche Tracker gibt es in verschiedener Form, auch digital, oder du malst dir einfach einen auf einen leeren Block.

Ein Beispiel: Du hast dir vorgenommen, jeden Tag ein paar Sätze zu schreiben, doch in deinem Habit-Tracker findet sich kein entsprechendes Kreuz? Dann kannst du Ursachenforschung betreiben und in der kommenden Woche einen neuen Versuch starten.

Wiedervorlageordner

Während einer Bürotätigkeit lernte ich dieses für mich weltverändernde Utensil kennen. Ein Wiedervorlage- oder auch Pultordner ist eine stabile Mappe mit den 12 Monats- und/oder 31 Tagesfächern. Hier wandern Unterlagen zu den zu erledigenden To-dos hinein, damit sie stets griffbereit sind. Ein Wiedervorlageordner ist allerdings nur so gut wie der Mensch, der ihn benutzt, heißt: regelmäßiges Reinschauen und Ausmisten nicht vergessen!

Ordner mit aktuellen Projekten

In einem Ordner sammle ich Infos zu meinen aktuellen Projekten, die noch kein Stadium erreicht haben, in dem sie einen eigenen Ordner verdienten, hihi. Auch hier: Regelmäßiges Reinschauen, Bearbeiten und Ausmisten ist das Mittel der Wahl.

Stapel mit Literatur zur Weiterbildung

Dich machen Bücherstapel in deiner Nähe nervös? Dann ist dieser Tipp nichts für dich. An alle anderen: Ich habe einen (kleinen) Stapel Literatur auf meinem Schreibtisch liegen. Dabei handelt es sich nicht um Belletristik. (Der Stapel ist ungleich größer. 😉 ) Hier habe ich eine Auswahl an Literatur zusammengetragen, mit der ich mich weiterbilden möchte, auch Zeitschriften gehören dazu. Nach Lust und Laune greife ich zu, arbeite Bücher ab, tausche aus. (Der Punkt „Weiterbildung“ findet sich übrigens auch in meinem Habit-Tracker, denn dies ist eine Sache, die ich wirklich nicht schleifen lassen möchte.)

Stifteköcher und Notizbücher

Ein alter Hut, und dennoch kann man es gar nicht oft genug erwähnen: Wenn du zu den Menschen gehörst, die nicht rein digital arbeiten oder zumindest während der Stoffentwicklung noch auf Stift und Zettel setzt, dann halte einen Köcher, eine Mappe oder ein Fach mit deinen Lieblingsstiften und Notizbücher bereit. Wer weiß, wann dich die Kreativität für ein neues Projekt packt? Dann bist du startklar und musst die anfängliche Euphorie nicht durch fehlendes oder unpassendes Schreibwerkzeug ausbremsen.

Schredder

Dass dieser Punkt direkt im Anschluss kommt, war nicht geplant, hat aber eine gewisse Komik: Was uns nach anfänglicher Euphorie nicht gefällt, können wir direkt schreddern.

Nein! Natürlich nicht. Wir sammeln ALLES – auch das, was wir gerade für den größten Mist des Universums halten. Wer weiß, wann uns dieses Fragment noch mal nützt.

Dennoch möchte ich zur Anschaffung eines Schredders raten. Ich nutze ihn natürlich aus Datenschutzgründen, aber auch, um mich von Dingen zu befreien, die aus meinem Leben ziehen dürfen. Schreddern befriedigt und ist bei diesem Prozess ungemein hilfreich.

Pinnwand

Eine Pinnwand oder Magnettafel ist aus vielerlei Gründen sinnvoll.

  • Sie muss nicht unbedingt an der Wand hängen, wenn das nicht geht, sondern kann auch neben einem Schrank, einer Kommode oder unter dem Bett verstaut werden, wenn du sie gerade nicht benötigst.
  • Wenn du keine andere Möglichkeit hast, ist auch eine Tür oder der Kühlschrank eine Option.
  • Du kannst den Plot deiner Geschichte oder den Inhalt deines Sachbuchs durch Karteikarten gliedern und sie hinhängen, um einen Überblick zu bekommen und zu prüfen, ob alles passt.
  • Motivierende Sprüche, Fotos deiner Erfolge und eine Karte mit deinen Jahreszielen lassen dich am Ball bleiben.
  • Wichtiges bleibt im Blick, zum Beispiel die Tastenkombinationen für den Kleinkram im Hintergrund deines Texts.
  • Hier kannst du auch einen Habit-Tracker anbringen.

Adressstempel

Ein Adressstempel nimmt dir die lästige Arbeit ab, die Absenderadresse auf jeden Brief, jedes Paket und Päckchen schreiben zu müssen. Da kommen im Laufe eines Jahres ganz schön viele Minuten zusammen, die ich persönlich lieber mit Spannenderem verbringe. Bei mir seit Jahren in Gebrauch!

Laminiergerät

Auch auf mein Laminiergerät schwöre ich, auch wenn ich es aus Gründen des Umweltschutzes nicht mehr so häufig wie früher benutze. Ich überlege mir gut, was ich mit einer beschreibbaren Folie versehen möchte, doch diese nutze ich dann auch nahezu täglich. Meine Liste mit allen wiederkehrenden Bürotätigkeiten möchte ich nicht missen, denn manches vergesse ich sonst leider einfach. Stichwort: Datensicherung. 😉 Auch die Kleinigkeiten wollen im Blick behalten werden.

Taschenrechner

Der liegt nicht immer auf dem Tisch, sondern in einer Schublade, weil ich ihn nicht ständig brauche, doch zur Kalkulation von Zeichenzahl, Normseiten und so weiter nutze ich ihn oft. (Ja, auch das Handy bietet diese Option, doch da ich mein Handy aus Gründen der Konzentration meist nicht am Schreibtisch habe, fällt für mich diese Möglichkeit weg.)

Goodie-Sammelmappe

Du bist gerne auf Messen unterwegs? Du füllst deine Tasche oder deinen Beutel mit Lesezeichen, Postkarten und Leseproben? Dann richte dir doch einen „Sammelpunkt“ für all diese Mitbringsel ein. Eine Mappe bietet sich an, ich selbst habe ein Ablagefach dafür. Ich schaue mir die Materialien der Kolleg:innen gerne an und lasse mich inspirieren. (Bitte nicht einfach kopieren!) Und so manches Buch wandert auch auf die Wishlist.

Versandstraße

Dein Buch ist bereits in die Veröffentlichung gegangen oder kurz davor? Dann richte dir an passender Stelle eine kleine „Versandstraße“ ein. Hier hältst du dein Buch oder deine Bücher bereit und auch alle Materialien, die du für den Versand benötigst: Umschläge, Kartons, Briefmarken, Klebeband, Lesezeichen oder Postkarten als Beilage, anderes Werbematerial und so weiter. Alles griffbereit zu haben, erleichtert das Leben ungemein, wenn zahlreiche Bestellungen gleichzeitig eintrudeln!

Tassenwärmer

Und nun noch mein ultimativer Geheimtipp für alle, die ihren Kaffee oder Tee vor lauter kreativer Arbeit regelmäßig kalt werden lassen: ein elektrischer Tassenwärmer für den Schreibtisch. Mein Mann hat mir meinen geschenkt, und ich freue mich jeden Tag darüber, weil ich endlich meinen Tee während des Schreibens warm genießen kann. 🙂

Fazit

Es gibt viele Tools, die das Leben von Schreibenden einfacher machen können. Probiere etwas aus und verwerfe es, wenn es nicht zu dir passt. Manches darf vielleicht bleiben. Viel Spaß dabei!

Du hast weitere Tipps fürs Büro? Dann hinterlasse einen Kommentar oder schreibe mir an kerstin@21ufos.de eine E-Mail.

3 Fragen an … Carsten Moll! Klassiker lesen

In meinem Schreib-Podcast 21ufos.de durfte ich wieder einmal einem Gast „3 Fragen an …“ stellen: Der Autor, Lektor und Redakteur Carsten Moll hat mich besucht und mit mir über Klassiker geplaudert, was wir für unser eigenes Schreiben aus der Lektüre ableiten können und welche drei Klassiker Carsten mit auf eine einsame Insel nehmen würde.

Das gesamte Interview gibt es im Podcast, hier die Shownotes:

Carsten findest du über seine Homepage und auf Instagram.

Über folgende Klassiker haben wir gesprochen:

  • Tolkien, „Der Herr der Ringe“
  • Tolkien, „Der kleine Hobbit“
  • Jane Austen, „Stolz und Vorurteil“ und „Verstand und Gefühl“ – und die Verfilmungen „Clueless“ (1995) und „Stolz und Vorurteil“ (BBC 1995)
  • James Joyce, „Ulysses“ und „Finnegans Wake“
  • George Eliot, „Middlemarch“
  • Herman Melville, „Moby Dick“
  • Ursula K. Le Guin, Erdsee-Romane
  • Virginia Woolf
  • Oscar Wilde
  • Franz Kafka

Hast du Fragen? Dann schreibe mir an: kerstin@21ufos.de

Das Jahresende naht

(enthält Werbung]

In Rheinland-Pfalz enden dieses Wochenende die Sommerferien. Damit kehrt hier bald wieder eine Routine ein. Für mich ist dieser Zeitpunkt immer eine gute Gelegenheit, um mir meine Planung für die restlichen Monate des Jahres anzusehen. Mach gerne mit und plane auch für dich, was du von September bis Dezember schriftstellerisch noch anstellen willst. 🙂

Messebesuche

Deutlich markiert stehen sie in meinem Kalender: die anstehenden Messen, an denen ich teilnehmen möchte.

  • Zunächst ist da die BuchBerlin am 30. September und 1. Oktober 2023. Hier werde ich mit 21ufos.de am Stand der Agentur Autorenträume vertreten sein, unseren Kurs und meine Dienstleistungen rund ums Lektorat vorstellen. Im Gepäck habe ich dann außerdem meine Bücher und einen Probedruck von „Wimpel und die rote Koralle“. Meine Bücher kannst du auch am Stand des Bookerfly Clubs besuchen.
  • Danach folgt die Frankfurter Buchmesse vom 18. bis zum 22. Oktober 2023. Ich werde samstags vor Ort sein, um zu bummeln und meine Herzgespinste-Kolleginnen zu treffen. Darauf freue ich mich sehr! (Mit Glück kannst du „Wimpel und die rote Koralle“ dann bereits am Stand des Selfpublisher Verbands besuchen, doch das ist noch nicht sicher.)
  • Im Herbst steht außerdem die Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM an, und zwar vom 11. bis 21. November 2023. Hier wird „Wimpel“ ebenfalls ausgestellt. Ob ich persönlich vor Ort sein werde, weiß ich noch nicht.

Rund ums Lektorat

Das erste Modul des Zertifikatslehrgangs „Freies Lektorat“ der Akademie der Deutschen Medien habe ich erfolgreich im August absolviert (Freies Lektorat I – Sicher redigieren). Juchhu! Es war eine tolle Fortbildung, bei der ich viel gelernt und nette Kolleg:innen kennengelernt habe. 

Ob ich das zweite Modul in diesem Jahr belegen kann, weiß ich noch nicht, denn: Im November und Dezember folgt die Seminarreihe „Freies Lektorat“ im WILA Bonn. Damit bin ich im Bereich Fortbildungen gut ausgelastet, denn ich lektoriere bereits parallel, leite den Kurs „Lebe deinen Autorentraum“ gemeinsam mit Sandra von der Agentur Autorenträume und habe eigene Veröffentlichungen, die an den Start gebracht werden wollen.

Größere Texte für ein Lektorat nehme ich voraussichtlich erst wieder im Januar an. Kontaktiere mich frühzeitig, wenn du mit mir zusammenarbeiten willst. Schreibe am besten eine Nachricht an: kerstin@21ufos.de 

Herzgespinste on tour

Nach einer Sommerpause sind meine Herzgespinste-Kolleginnen und ich wieder aktiv. Wir produzieren fleißig neue Podcast-Episoden und planen ein Treffen auf der Frankfurter Buchmesse.

Hier geht es zur aktuellen Folge.

Bücher, Bücher, Bücher

Natürlich möchte ich weiterhin selbst veröffentlichen.

  • Im Oktober steht die Veröffentlichung der Print-Ausgabe von „Wimpel und die rote Koralle“ an, auf die ich mich sehr freue. Damit habe ich ein wichtiges Projekt meiner langen Liste abgeschlossen, ein Kinderbuch, das ich meinem Lebenswerk hinzufügen kann. Ein Kinderbuch zu veröffentlichen, ist ein sehr komplexer Vorgang, viel komplexer, als ich es mir vorgestellt hatte. Hier habe ich bereits darüber geschrieben. Nach der Veröffentlichung der Print-Ausgabe teile ich weitere Learnings mit dir.
  • Vor dem Jahresende soll „Der Koffer im Leuchtturm“ als Gesamtausgabe erscheinen. Die zweiteilige Erzählung gab es bereits als E-Book, doch nun soll alles noch mal „in schön“ erscheinen, mit tollem Cover und auch als Print-Ausgabe. Schauen wir mal, ob das klappt, denn:
  • Alle meine Bücher wechseln im November beziehungsweise Februar den Distributor. In diesem Zuge möchte ich alle noch mal „anfassen“, überarbeiten, an meinen jetzigen Wissensstand anpassen. Dafür muss ich mir im Oktober Zeit freischaufeln und nehme daher in diesem Monat nur kurze Texte für ein Lektorat an.
  • Außerdem plane ich gerade mein nächstes Buch, mein erstes Sachbuch. Neuland für mich und sehr spannend.

Puh! Wenn ich mir diese Aufstellung ansehe, wird mir ein wenig schwindelig. Aber Schritt für Schritt. Das kann ich nur immer und immer wieder betonen. Plane und arbeite dann eine Aufgabe nach der anderen ab. Hier habe ich dir aufgeschrieben, wie ich aktuell plane.

Bedenke: Eine gute Planung ist wichtig, und trotzdem wird immer etwas hintenüberfallen. Momentan drücke ich mich vor der Kontaktierung von Bloggern für die „Wimpel“-Veröffentlichung, obwohl sie in meiner Projektplanung steht und längst erledigt sein sollte. Wir können nicht immer und in allem gut sein. Sei milde mit dir. Ich bin es auch. 😉

Und jetzt du!

Wie sieht es bei dir aus? Was hast du bis zum Jahresende vor? Was möchtest du erledigt haben? Was sind deine Ziele? Frage dich realistisch(!), wie viel Zeit du für eine Aufgabe benötigst, teile sie in Schritte ein und trage sie in deinen Kalender ein, damit du sie im vorgegebenen Zeitrahmen erledigen oder deine Zeitplanung gegebenenfalls anpassen kannst. Aber wenn du bis zum Jahresende ein Buch geschrieben haben möchtest, was durchaus möglich ist, dann wirst du dich langsam hinsetzen und schreiben müssen. 🙂 Viel Spaß dabei!

Für regelmäßige Motivation und Inspiration lies gerne meine Blogartikel, höre meinen Podcast und folge mir auf Instagram, wo ich dich nahezu täglich mit einer Portion Input rund ums Kreative Schreiben versorge.

Holl di munter

deine Kerstin

Social Media – Last oder Freude?

(In diesem Artikel nenne ich verschiedene Dienstleister, daher vorab: Werbung)

Wenn ich auf meinen sozialen Kanälen unterwegs bin, was jeden Tag der Fall ist, fällt mir immer wieder auf, dass Autor:innen in eine „Auszeit“, eine „Insta-Pause“ oder gleich ganz weggehen. Heute möchte ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, wie es mir ergangen ist, warum es mir heute (meist) Spaß macht und welche Schritte du unternehmen könntest, falls Social Media für dich momentan eher eine Last als ein Quell der Freude ist.

Was es heute nicht gibt, sind Profi-Tipps für Social-Media-Marketing. Dafür gibt es viel kompetentere Leute, deren Hilfe ich selbst gerne in Anspruch nehme. Ich bin Schreib-Expertin, kein Social-Media-Manager. Es geht wirklich um meine Nicht-Profi-Perspektive, denn aus der schauen wohl die meisten Autor:innen auf diesen Bereich. Es geht darum, wie ich bestimmte Probleme gelöst habe und angehe, und was du für dich mitnehmen kannst.

Meine ersten Schritte

Als ich mit mich Anfang 2021 entschieden habe, das ganze Thema Schreiben noch einmal ganz neu anzugehen, war eine meiner ersten Taten, aktiv auf Instagram zu werden. Da ich damals nicht einmal wusste, was ein Hashtag ist, habe ich einen Instagram-Grundlagenkurs bei Janet Zentel (Bookerfly) und danach einen Aufbaukurs für fortgeschrittene Nutzer bei Annika Bühnemann (vomschreibenleben.de) gemacht. Danach fühlte ich mich sicherer, um auf Social Media durchstarten zu können. Zudem haben sich tolle Kontakte zu anderen Autor:innen ergeben, die sich teils bis heute gehalten haben. So etwas ist wunderbar!

Trial-and-Error-Methode

Trotzdem basierten meine Aktivitäten weitgehend auf Versuch und Irrtum: Ich übte mich in Canva, einem Online-Tool für Grafikdesign, zunächst lange Zeit in der kostenlosen Version. Mittlerweile nutze ich die kostenpflichtige Pro-Version, da ich nicht nur meine Social-Media-Posts damit erstelle, sondern auch Visitenkarten, Briefpapier, Flyer und vieles mehr. Für mich lohnt es sich, doch für den Anfang reicht definitiv die kostenlose Version.

Ich erstellte erste Grafiken, nahm Fotos auf, postete mein erstes Video in der Story auf Instagram – und hatte dabei wahnsinniges Herzklopfen! Wie gesagt: So etwas fliegt mir nicht zu. Ich springe nicht gerne auf Bühnen, fühle mich am Schreibtisch und in Bibliotheken wohl. Gleichzeitig wollte ich mich aber trauen, mich entwickeln. (Wichtig: Wenn du vor Fotos oder Videos von dir zurückschreckst, ist das vollkommen in Ordnung! Niemand muss oder sollte sich zeigen müssen, der das nicht möchte, und es geht definitiv anders. Zahllose Accounts zeugen davon. Für mich war es allerdings wichtig, und so habe ich es durchgezogen.)

Allmählich ließ das Herzklopfen beim Posten nach, und die Ideen kamen, auch wenn die eigentliche Bearbeitung noch sehr lange dauerte. Was mich allerdings stresste, war die Interaktion. Ich folgte vielen Accounts und war nicht in der Lage, regelmäßig auf allen vorbeizuschauen. 

Rückzug! Rückzug!

Immer wieder zog ich mich daher zurück, machte vielleicht keine Insta-Pause mehr wie bei meinen ersten Versuchen mit Sozialen Netzwerken, doch war es ein ewiges Hin und Her. So richtig hatte ich meinen Style noch nicht gefunden. Und auf meinem Account ging alles kunterbunt durcheinander: Posts über meine aktuellen Veröffentlichungen, Werbung für meinen Blog und Podcast und alles rund um 21ufos.de, und damit beging ich einen fatalen Fehler: Ich vermischte meine Zielgruppen. Je intensiver ich mit Sandra (Agentur Autorenträume) zusammenarbeitete, desto klarer wurde mir, dass es so nicht weitergehen konnte. Als ich dann tatsächlich ein Kinderbuch veröffentlichen wollte, auch noch unter anderem Pseudonym, war der Zeitpunkt für einen weiteren Account definitiv gekommen. Ich konnte nicht andere Autor:innen, erwachsene Leserinnen meiner Ostfriesland-Geschichten und Kinder/Eltern/Lehrer- und Erzieher:innen gleichzeitig ansprechen. Also bekam Kerstinus Brausike einen eigenen Account. Hier nahm ich alsbald ein Coaching bei Johanna Hegermann (Hanna Buchmarketing) in Anspruch, die nicht nur mein Profil genau unter die Lupe nahm, sondern mir auch viele Ideen für meinen Auftritt lieferte. Zusammen mit der Marketingkampagne, die Sandra für die Veröffentlichung von „Wimpel und die rote Koralle“ entworfen hatte, fühlte und fühle ich mich nun sicher und habe begonnen, den Account mit Leben zu füllen. So etwas ist aber bekanntlich ein Langzeit-Projekt und dauert entsprechend lange. Meine Tage haben natürlich auch nur 24 Stunden und ich kann mich nicht darauf fokussieren. Mein Fokus liegt woanders.

Erschaffe dein Lebenswerk!

Und so kam ein dritter Account dazu, den ich mittlerweile am intensivsten bespiele, weil hier auch der größte Teil meiner Arbeitszeit hineinfließt: 21ufos.de. Auf diesem liegt mein Fokus. „Erschaffe dein Lebenswerk!“ ist dabei das Motto: Ich arbeite an meinem eigenen Lebenswerk und helfe dir, deines zu errichten. ♥ Da fließt meine Energie rein, und ich liebe es, dich mit kostenlosen Schreibtipps zu versorgen, dir unseren Kurs vorzustellen oder auf meine Dienstleistungen rund ums Lektorat aufmerksam zu machen.

Außerdem konnte ich nun endlich genau für die Menschen posten, die ich erreichen wollte: Als Autorin jeweils für meine kleinen und großen Leser:innen und als Expertin für Autor:innen. Meine Befürchtung, dass ich schreiend vor Social Media weglaufen würde, wenn ich mir mehrere Accounts zulegte, bewahrheitete sich nicht. Im Gegenteil: Plötzlich herrschte Klarheit. Instagram wirkte auf mich nun wie eine gut aufgeräumte Kommode: Ich wusste, in welche Schublade was gehörte und was nicht. (Falls du mir schon länger folgst, weißt du, dass ich Ordnung liebe. 😉 ) 

Auf mehreren Plattformen tanzen

Was lag da näher, als das nächste Fass aufzumachen und sich einer weiteren Herausforderung zu stellen? Wär ja sonst auch langweilig …

Also auf zu Facebook.

Ich kann dir sagen: Da lerne ich noch täglich dazu, und das wird vermutlich noch eine ganze Weile so bleiben. Stress pur. Warum ich es mir trotzdem antue:

  • Mit Facebook war ich grundsätzlich schon länger verknüpft, weil ich Business- bzw. Creator-Konten auf Instagram habe. Das möchte ich auch dir empfehlen, da es viele Vorteile hat, unter anderem genaueren Einblick in deine Statistik.
  • Als Autorin habe ich mir eine eigene Seite für Kessi van Jarssum eingerichtet, auf der ich nun meine Inhalte ebenfalls auf Facebook teilen kann. Einmal Arbeit, doppelter Nutzen. (Kerstinus Brausike steht noch aus, steht aber auch meiner To-do.)
  • So erreichst du natürlich auch auf dieser Plattform deine Leserschaft. (Je nachdem, wo sich deine Leserschaft eher rumtreibt, ist da natürlich mehr Aktivität gefragt. Ich bin froh, dass meine sich nicht auf TikTok tummelt, da wäre ich dann nämlich raus. 😉 )
  • 21ufos.de präsentiere ich dort nun auch mit einer eigenen Seite und bin froh, meine Botschaft breiter streuen zu können.
  • Außerdem gibt es bei Facebook Gruppen, was für die Interaktion und das Netzwerken noch einmal einen anderen Ansatz ermöglicht.

Insgesamt stehe ich mit Facebook aber noch am Anfang, und ob ich die Business-Maschine im Hintergrund jemals verstehe, weiß ich nicht. Jedes Mal lande ich auf anderen Seiten, ständig ändert sich was, und ich weiß jetzt definitiv, warum es ein Beruf ist, so was zu können. Ich wurschtel mich da durch, aber mehr ist nicht zu erwarten. Ist aber okay so. Ich kann nur lernen, in dem ich es mache. Ist wie mit dem Schreiben.

Hater am Start?

Noch etwas zum Thema Hater: Mit unangenehmen Menschen musste ich mich glücklicherweise erst sehr wenig auseinandersetzen. Die Insta-Buch-Bubble ist ja meist recht nett und kuschelig. Eine Weile bin ich einigen Accounts gefolgt, die einen eher krawalligen Ton hatte, bin aber irgendwann weitergezogen. Wir haben ja zum Glück auch selbst die Macht darüber, welche Inhalte und Gedanken wir uns regelmäßig zuführen, und wenn etwas beklemmend ist oder nicht guttut, dann: deabonnieren. Andersherum kann man natürlich auch blockieren, wenn nötig, und das sollte man auch machen.

Mein aktuelles System

Du siehst, ich habe einen ganz schönen Weg zurückgelegt, und eins kann ich dir sagen: Das Talent dafür wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Ich musste ganz schön ackern, mich durchbeißen und nach Rückschlägen immer wieder aufstehen, auch wenn ich am liebsten liegengeblieben wäre.

Bin ich aber nicht. Ich habe keine 10.000 Follower, bespiele aber mehrere Kanäle, und das mit Freude. Die Menschen, die mir folgen und mit mir interagieren, bestätigen mich jeden Tag darin, weiterzumachen und immer wieder nachzujustieren, wenn sich mal Erschöpfung einstellt. Es macht mir Spaß, mir neue Inhalte auszudenken und Content zu produzieren, der meinen Followern hilft oder ihnen den Tag verschönert. Die Mission, die ich mit 21ufos.de verfolge, kann ich über meine Kanäle verbreiten, und das freut mich sehr.

Auch heute gelingt es mir noch nicht, allen Menschen, denen ich folge, regelmäßig einen Besuch abzustatten, auch wenn ich die Inhalte definitiv interessant finde und auch weiter folgen möchte. Ich setze die Priorität beim Stöbern aber ganz klar auf Kolleg:innen, mit denen ich intensiv zusammenarbeite, Kooperationspartnern, Kundinnen und natürlich treuen Follower:innen, die immer wieder liken, kommentieren oder anders mit mir interagieren. ♥  

Die Verknüpfung mit Facebook würde mir ein automatisiertes Posten ermöglichen, doch das mache ich (noch) nicht. Zwar werden meine Blog-Artikel und Podcast-Episoden mittlerweile automatisch hochgeladen, für meine Posts kann ich mir das aber noch nicht vorstellen. Ich mache es, wenn ich im Tagesverlauf Zeit habe, weil ich dann auch direkt reagieren kann. Das ist nicht nur gut für den Algorithmus, es ist auch einfach nett. 🙂

Momentan poste ich an sechs Tagen pro Woche. Das hört sich viel an, ich überlege mir aber nicht in dem Moment, was ich mache, sondern plane zumindest für 21ufos.de einen Monat durch. Ich habe bestimmte Tage, an denen zum Beispiel mein Schreibtipp komme (mittwochs), Infos zum Lektorat (donnerstags) oder ein Post zum aktuellen Podcast (sonntags). Dabei haben sich für mich durch Erfahrung Muster entwickelt, die funktionieren, und die ich immer wieder anwenden kann.

Für die Planung benutze ich das Tool Trello, wo ich in Listen meine Accounts sortiere, jedem Post eine Karteikarte zuweise und markiere, wenn er online gegangen ist. Es ist eine Art Redaktionsplan, aber nicht in einem Word-Dokument o.ä., sondern in diesem multifunktionalen Tool. (Manche plotten sogar damit. Dafür liebe ich aber meine Karteikarten aus Pappe zu sehr. 😉 )

Auf jeden Fall muss ich das Rad nicht immer neu erfinden, sondern kann einen Monat relativ am Stück durchplanen. Ich fülle die Karteikarten mit dem geplanten Veröffentlichungsdatum, der Caption – also dem Text, der unter dem Bild erscheinen soll -, suche mir auf einer anderen Karteikarte die Hashtags raus, fertig.

Die Hashtags habe ich tatsächlich für alle meine Aktivitäten in eine eigene Liste und auf eigene Karteikarten gelegt: Kessi van Jarssum braucht andere Hashtags als Kerstinus Brausike, und meine Marketingkampagne für „Tasche mit Herz“ soll eine andere Leserschaft erreichen als „Der Sturm brachte ihren Retter“, mein Liebesroman in großer Schrift.

Damit ich nicht nur die Hashtags, sondern auch die Klappentexte stets griffbereit habe, haben sie auch alle eigene Karteikarten bekommen. Ich kann sie nach Bedarf kopieren und in den Post einfügen. 

Du siehst: Ich gehe einen Mittelweg aus automatisiertem, zeitsparendem und organischem, aus dem Moment lebenden Arbeiten. Ich muss mich nicht ständig neu eindenken wie früher und kann auch bei Chaos um mich rum posten, kann aber dennoch kreativ sein und auf aktuelle Erfordernisse eingehen, zum Beispiel einen Post schieben oder vorziehen.

Und wenn du jetzt neugierig geworden bist, wie das in der Umsetzung aussieht, und noch nicht zu meinen Followern gehörst, dann gibt es hier die Links zu meinen 21ufos.de-Kanälen:

Hier geht’s zu meinem Instagram-Account.

Hier geht’s zu meiner nagelneuen Facebook-Seite – im Aufbau!

Fazit

Als Fazit möchte ich dir Folgendes mitgeben:

  • Social Media kann großen Spaß machen, wenn man die ersten Hürden nimmt.
  • Dafür muss man unter Umständen eine ganze Weile herumprobieren und auch so manches Mal über seinen Schatten springen.
  • Wenn du unbedingt möchtest, es aber alleine nicht gelingt, dann denke über einen Kurs oder ein Coaching nach, um diese Hürden zu nehmen. Habe ich so gemacht und kann es weiterempfehlen, weil manchmal Blockaden dahinterstecken, die uns daran hindern, unsere Ziele zu erreichen. Mich hat das sehr frustriert, und ich war froh, als ich sie mit Hilfe beseitigt hatte.
  • Vernetzung ist das A und O. Ich habe mir in der riesigen Insta-Buch-Bubble meine eigene kleine Bubble geschaffen, in der ich mich wohl fühle, mit Menschen, die ich nicht mehr missen möchte. Das empfinde ich als ein ganz großes Geschenk, hinter dem aber viel Arbeit steckt. 

Falls du Fragen oder Anregungen hast, schreib mir gerne an: kerstin@21ufos.de

Holl di munter

deine Kerstin

9 Tipps für eine Handlungsorte-Tour

Heute geht es um Tipps und Tricks, wie du deine Leser:innen zu den Schauplätzen deiner Geschichte(n) mitnehmen kannst.

Falls deine Geschichte einen realen Bezug zu unserer aktuellen Welt hat, also nicht auf einem fernen Planeten spielt oder in einem Fantasy-Universum, bietet sich so eine Handlungsorte-Tour an, z.B. auf Instagram. Sicherlich ist sie in abgewandelter Form auch in anderen sozialen Netzwerken möglich.

Im Sommerurlaub habe ich so eine Handlunsgorte-Tour erstmals gemacht, und zwar völlig ungeplant. Ich hatte so viel Spaß daran, meine Follower:innen durch Fotos mitzunehmen, dass ich die Frage gestellt habe, ob ich ein paar Schauplätze meiner Geschichten zeigen solle. Diese Frage wurde bejaht, und so ist die Tour entstanden.

Was habe ich aus dieser Erfahrung mitgenommen? Was würde ich wiederholen, was anders machen? Welche Tipps leite ich daraus für dich ab? Darum soll es heute gehen.

9 Tipps für eine Reise zu deinen Schauplätzen

Grundsätzlich hat es mir großen Spaß gemacht, und ich habe meine eigenen Bücher auch noch einmal anders erfahren. Ich konnte einen Bezug zu meinem eigenen Leben herstellen, mich fragen, warum ich bestimmte Szenen an genau jenem Ort habe spielen lassen. Eine spannende Erfahrung für mich – und für meine Leser:innen!

1. Am Stück oder in Etappen?

Ich habe versucht, im Urlaub jeden oder fast jeden Tag Bilder aus Ostfriesland zu posten. Die Tour fand immer wieder zwischendurch statt, aber innerhalb des Urlaubs. Alternativ hätte ich die Bilder anfertigen und dann im Laufe des Jahres posten können. (Bedenke: Die Fotos sind dann nicht mehr aktuell! Im Mai blühende Sträucher könnten im Dezember daneben sein.)

2. Konzentration

Falls du bereits mehrere Veröffentlichungen hast, kannst du überlegen, ob du dich auf eine konzentrieren möchtest. Ich bin auf Grund der fehlenden Planung ziemlich gesprungen. Das würde ich mit ein bisschen Planung wohl anders machen und mich auf eine Veröffentlichung konzentrieren. Es könnte sonst verwirrend wirken. Bei mir waren die meisten Posts zum Glück zu TASCHE MIT HERZ, so hielt sich das Chaos in Grenzen.

3. Fotos, Fotos, Fotos

Produziere so viel Fotomaterial wie möglich! Du mit Buch, ohne Buch, Landschaft, Architektur, Buch alleine – so hast du viel Auswahl. Verschieße dein Pulver nicht zu oft in Galerien, also einer Reihe von Bildern, die man gleichzeitig bei Instagram als einen Beitrag posten kann. Dann hast du genug Material, um regelmäßig zum Thema zu posten.

4. Weitere Infos in der Story

Was in einem Beitrag keinen Platz findet, kannst du wunderbar in einer Story unterbringen. Ich nutze sie sowieso oft. In diesem Fall habe ich zum Beispiel kleine Videos gemacht, einfach den Ort gefilmt, ein bisschen was dazu erzählt, Fragen gestellt … Die Kombination aus Beitrag und Story gefällt mir gut.

5. Werbung nicht vergessen

Unsere Bücher wollen gelesen / verkauft werden. Deshalb habe ich, um meine Leser:innen zu erreichen, hinter jedem Foto ganz am Ende eine Werbegrafik eingefügt – entweder vom Buch, vom Klappentext, ein Zitat oder eine andere Grafik, die zum Beitrag passte. Das fand ich nicht aufdringlich, und ich denke, auch die Community verzeiht so eine Werbung. Wir sind nun mal Autor:innen und präsentieren uns auf Instagram, wo wir legitimerweise Werbung machen wollen. Achte dabei immer auf einen Mehrwert für die Leser:in!

6. Pimpe deine Hashtags

Ich nutze eine App, um meine Hastags zu organisieren. Zum jeweiligen Buch habe ich hier Hashtags hinterlegt, aber auch zu Ostfriesland im Allgemeinen. Man soll ja immer variieren und nicht immer die gleichen Hashtags nutzen. Durch dieses Tool muss ich nicht immer neu nachdenken, sondern suche mir die passenden aus. Du kannst dir beispielsweise in deinem Notizprogramm auf dem Handy auch solche Listen anlegen. Für die Handlungsorte-Tour habe ich diese Listen dann noch mal um spezifisch zum Ort passende Hashtags ergänzt.

7. Werde persönlich

Den Beitragstext und die Hashtags kannst du auch nutzen, um einen persönlichen Bezug der Leser:in zum Handlungsort herzustellen. Geht es um Urlaub, Kindheitserfahrungen, Sport, Essen, das Wetter … Hier kann man auf charmante Weise den „call to action“ einbauen, die Handlungsaufforderung, die Marketingfachleute gerne fordern: Über eine Frage mit persönlichem Bezug wird die Leser:in zur Handlung aufgefordert, in diesem Fall einen Kommentar. So kommt man in Kontakt.

8. Achte auf die Jahreszeit

Wenn möglich würde ich darauf achten, dass die Jahreszeit der Tour zu der Zeit passt, in der deine Handlung stattfindet. Bei mir ging’s  dieses Mal ja durcheinander, aber im Herbst möchte ich ausschließlich DER STURM BRACHTE IHREN RETTER bebildern. In dem Fall passt die Geschichte gut zur Jahreszeit, und so auch die Bilder der Tour. Jetzt im Sommer passte TASCHE MIT HERZ gut, während ERTRINKENDE PFLANZEN AUF LEINWAND für mich eher ein Winter-Buch ist und DER KOFFER IM LEUCHTTURM gut in ein nieseliges Frühjahr passt.

9. Gehe mit

Lass dich ein! Was passiert dir während der Tour? Manches ergibt sich ganz spontan. Vieles ist mir in dem Moment erst aufgefallen. Durchforste auch deine Geschichte noch mal nach Handlungsorten. Vielleicht bist du überrascht, was du alles entdeckst. 🙂

Das waren meine 9 Tipps für eine Handlungsorte-Tour. Hast du weitere? Dann schreibe gerne einen Kommentar.

Holl di munter!

Deine Kerstin