In Rheinland-Pfalz enden dieses Wochenende die Sommerferien. Damit kehrt hier bald wieder eine Routine ein. Für mich ist dieser Zeitpunkt immer eine gute Gelegenheit, um mir meine Planung für die restlichen Monate des Jahres anzusehen. Mach gerne mit und plane auch für dich, was du von September bis Dezember schriftstellerisch noch anstellen willst. 🙂
Messebesuche
Deutlich markiert stehen sie in meinem Kalender: die anstehenden Messen, an denen ich teilnehmen möchte.
Zunächst ist da die BuchBerlin am 30. September und 1. Oktober 2023. Hier werde ich mit 21ufos.de am Stand der Agentur Autorenträume vertreten sein, unseren Kurs und meine Dienstleistungen rund ums Lektorat vorstellen. Im Gepäck habe ich dann außerdem meine Bücher und einen Probedruck von „Wimpel und die rote Koralle“. Meine Bücher kannst du auch am Stand des Bookerfly Clubs besuchen.
Danach folgt die Frankfurter Buchmesse vom 18. bis zum 22. Oktober 2023. Ich werde samstags vor Ort sein, um zu bummeln und meine Herzgespinste-Kolleginnen zu treffen. Darauf freue ich mich sehr! (Mit Glück kannst du „Wimpel und die rote Koralle“ dann bereits am Stand des Selfpublisher Verbands besuchen, doch das ist noch nicht sicher.)
Im Herbst steht außerdem die Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM an, und zwar vom 11. bis 21. November 2023. Hier wird „Wimpel“ ebenfalls ausgestellt. Ob ich persönlich vor Ort sein werde, weiß ich noch nicht.
Rund ums Lektorat
Das erste Modul des Zertifikatslehrgangs „Freies Lektorat“ der Akademie der Deutschen Medien habe ich erfolgreich im August absolviert (Freies Lektorat I – Sicher redigieren). Juchhu! Es war eine tolle Fortbildung, bei der ich viel gelernt und nette Kolleg:innen kennengelernt habe.
Ob ich das zweite Modul in diesem Jahr belegen kann, weiß ich noch nicht, denn: Im November und Dezember folgt die Seminarreihe „Freies Lektorat“ im WILA Bonn. Damit bin ich im Bereich Fortbildungen gut ausgelastet, denn ich lektoriere bereits parallel, leite den Kurs „Lebe deinen Autorentraum“ gemeinsam mit Sandra von der Agentur Autorenträume und habe eigene Veröffentlichungen, die an den Start gebracht werden wollen.
Größere Texte für ein Lektorat nehme ich voraussichtlich erst wieder im Januar an. Kontaktiere mich frühzeitig, wenn du mit mir zusammenarbeiten willst. Schreibe am besten eine Nachricht an: kerstin@21ufos.de
Herzgespinste on tour
Nach einer Sommerpause sind meine Herzgespinste-Kolleginnen und ich wieder aktiv. Wir produzieren fleißig neue Podcast-Episoden und planen ein Treffen auf der Frankfurter Buchmesse.
Natürlich möchte ich weiterhin selbst veröffentlichen.
Im Oktober steht die Veröffentlichung der Print-Ausgabe von „Wimpel und die rote Koralle“ an, auf die ich mich sehr freue. Damit habe ich ein wichtiges Projekt meiner langen Liste abgeschlossen, ein Kinderbuch, das ich meinem Lebenswerk hinzufügen kann. Ein Kinderbuch zu veröffentlichen, ist ein sehr komplexer Vorgang, viel komplexer, als ich es mir vorgestellt hatte. Hier habe ich bereits darüber geschrieben. Nach der Veröffentlichung der Print-Ausgabe teile ich weitere Learnings mit dir.
Vor dem Jahresende soll „Der Koffer im Leuchtturm“ als Gesamtausgabe erscheinen. Die zweiteilige Erzählung gab es bereits als E-Book, doch nun soll alles noch mal „in schön“ erscheinen, mit tollem Cover und auch als Print-Ausgabe. Schauen wir mal, ob das klappt, denn:
Alle meine Bücher wechseln im November beziehungsweise Februar den Distributor. In diesem Zuge möchte ich alle noch mal „anfassen“, überarbeiten, an meinen jetzigen Wissensstand anpassen. Dafür muss ich mir im Oktober Zeit freischaufeln und nehme daher in diesem Monat nur kurze Texte für ein Lektorat an.
Außerdem plane ich gerade mein nächstes Buch, mein erstes Sachbuch. Neuland für mich und sehr spannend.
Puh! Wenn ich mir diese Aufstellung ansehe, wird mir ein wenig schwindelig. Aber Schritt für Schritt. Das kann ich nur immer und immer wieder betonen. Plane und arbeite dann eine Aufgabe nach der anderen ab. Hier habe ich dir aufgeschrieben, wie ich aktuell plane.
Bedenke: Eine gute Planung ist wichtig, und trotzdem wird immer etwas hintenüberfallen. Momentan drücke ich mich vor der Kontaktierung von Bloggern für die „Wimpel“-Veröffentlichung, obwohl sie in meiner Projektplanung steht und längst erledigt sein sollte. Wir können nicht immer und in allem gut sein. Sei milde mit dir. Ich bin es auch. 😉
Und jetzt du!
Wie sieht es bei dir aus? Was hast du bis zum Jahresende vor? Was möchtest du erledigt haben? Was sind deine Ziele? Frage dich realistisch(!), wie viel Zeit du für eine Aufgabe benötigst, teile sie in Schritte ein und trage sie in deinen Kalender ein, damit du sie im vorgegebenen Zeitrahmen erledigen oder deine Zeitplanung gegebenenfalls anpassen kannst. Aber wenn du bis zum Jahresende ein Buch geschrieben haben möchtest, was durchaus möglich ist, dann wirst du dich langsam hinsetzen und schreiben müssen. 🙂 Viel Spaß dabei!
Für regelmäßige Motivation und Inspiration lies gerne meine Blogartikel, höre meinen Podcast und folge mir auf Instagram, wo ich dich nahezu täglich mit einer Portion Input rund ums Kreative Schreiben versorge.
(In diesem Artikel nenne ich verschiedene Dienstleister, daher vorab: Werbung)
Wenn ich auf meinen sozialen Kanälen unterwegs bin, was jeden Tag der Fall ist, fällt mir immer wieder auf, dass Autor:innen in eine „Auszeit“, eine „Insta-Pause“ oder gleich ganz weggehen. Heute möchte ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, wie es mir ergangen ist, warum es mir heute (meist) Spaß macht und welche Schritte du unternehmen könntest, falls Social Media für dich momentan eher eine Last als ein Quell der Freude ist.
Was es heute nicht gibt, sind Profi-Tipps für Social-Media-Marketing. Dafür gibt es viel kompetentere Leute, deren Hilfe ich selbst gerne in Anspruch nehme. Ich bin Schreib-Expertin, kein Social-Media-Manager. Es geht wirklich um meine Nicht-Profi-Perspektive, denn aus der schauen wohl die meisten Autor:innen auf diesen Bereich. Es geht darum, wie ich bestimmte Probleme gelöst habe und angehe, und was du für dich mitnehmen kannst.
Meine ersten Schritte
Als ich mit mich Anfang 2021 entschieden habe, das ganze Thema Schreiben noch einmal ganz neu anzugehen, war eine meiner ersten Taten, aktiv auf Instagram zu werden. Da ich damals nicht einmal wusste, was ein Hashtag ist, habe ich einen Instagram-Grundlagenkurs bei Janet Zentel (Bookerfly) und danach einen Aufbaukurs für fortgeschrittene Nutzer bei Annika Bühnemann (vomschreibenleben.de) gemacht. Danach fühlte ich mich sicherer, um auf Social Media durchstarten zu können. Zudem haben sich tolle Kontakte zu anderen Autor:innen ergeben, die sich teils bis heute gehalten haben. So etwas ist wunderbar!
Trial-and-Error-Methode
Trotzdem basierten meine Aktivitäten weitgehend auf Versuch und Irrtum: Ich übte mich in Canva, einem Online-Tool für Grafikdesign, zunächst lange Zeit in der kostenlosen Version. Mittlerweile nutze ich die kostenpflichtige Pro-Version, da ich nicht nur meine Social-Media-Posts damit erstelle, sondern auch Visitenkarten, Briefpapier, Flyer und vieles mehr. Für mich lohnt es sich, doch für den Anfang reicht definitiv die kostenlose Version.
Ich erstellte erste Grafiken, nahm Fotos auf, postete mein erstes Video in der Story auf Instagram – und hatte dabei wahnsinniges Herzklopfen! Wie gesagt: So etwas fliegt mir nicht zu. Ich springe nicht gerne auf Bühnen, fühle mich am Schreibtisch und in Bibliotheken wohl. Gleichzeitig wollte ich mich aber trauen, mich entwickeln. (Wichtig: Wenn du vor Fotos oder Videos von dir zurückschreckst, ist das vollkommen in Ordnung! Niemand muss oder sollte sich zeigen müssen, der das nicht möchte, und es geht definitiv anders. Zahllose Accounts zeugen davon. Für mich war es allerdings wichtig, und so habe ich es durchgezogen.)
Allmählich ließ das Herzklopfen beim Posten nach, und die Ideen kamen, auch wenn die eigentliche Bearbeitung noch sehr lange dauerte. Was mich allerdings stresste, war die Interaktion. Ich folgte vielen Accounts und war nicht in der Lage, regelmäßig auf allen vorbeizuschauen.
Rückzug! Rückzug!
Immer wieder zog ich mich daher zurück, machte vielleicht keine Insta-Pause mehr wie bei meinen ersten Versuchen mit Sozialen Netzwerken, doch war es ein ewiges Hin und Her. So richtig hatte ich meinen Style noch nicht gefunden. Und auf meinem Account ging alles kunterbunt durcheinander: Posts über meine aktuellen Veröffentlichungen, Werbung für meinen Blog und Podcast und alles rund um 21ufos.de, und damit beging ich einen fatalen Fehler: Ich vermischte meine Zielgruppen. Je intensiver ich mit Sandra (Agentur Autorenträume) zusammenarbeitete, desto klarer wurde mir, dass es so nicht weitergehen konnte. Als ich dann tatsächlich ein Kinderbuch veröffentlichen wollte, auch noch unter anderem Pseudonym, war der Zeitpunkt für einen weiteren Account definitiv gekommen. Ich konnte nicht andere Autor:innen, erwachsene Leserinnen meiner Ostfriesland-Geschichten und Kinder/Eltern/Lehrer- und Erzieher:innen gleichzeitig ansprechen. Also bekam Kerstinus Brausike einen eigenen Account. Hier nahm ich alsbald ein Coaching bei Johanna Hegermann (Hanna Buchmarketing) in Anspruch, die nicht nur mein Profil genau unter die Lupe nahm, sondern mir auch viele Ideen für meinen Auftritt lieferte. Zusammen mit der Marketingkampagne, die Sandra für die Veröffentlichung von „Wimpel und die rote Koralle“ entworfen hatte, fühlte und fühle ich mich nun sicher und habe begonnen, den Account mit Leben zu füllen. So etwas ist aber bekanntlich ein Langzeit-Projekt und dauert entsprechend lange. Meine Tage haben natürlich auch nur 24 Stunden und ich kann mich nicht darauf fokussieren. Mein Fokus liegt woanders.
Erschaffe dein Lebenswerk!
Und so kam ein dritter Account dazu, den ich mittlerweile am intensivsten bespiele, weil hier auch der größte Teil meiner Arbeitszeit hineinfließt: 21ufos.de. Auf diesem liegt mein Fokus. „Erschaffe dein Lebenswerk!“ ist dabei das Motto: Ich arbeite an meinem eigenen Lebenswerk und helfe dir, deines zu errichten. ♥ Da fließt meine Energie rein, und ich liebe es, dich mit kostenlosen Schreibtipps zu versorgen, dir unseren Kurs vorzustellen oder auf meine Dienstleistungen rund ums Lektorat aufmerksam zu machen.
Außerdem konnte ich nun endlich genau für die Menschen posten, die ich erreichen wollte: Als Autorin jeweils für meine kleinen und großen Leser:innen und als Expertin für Autor:innen. Meine Befürchtung, dass ich schreiend vor Social Media weglaufen würde, wenn ich mir mehrere Accounts zulegte, bewahrheitete sich nicht. Im Gegenteil: Plötzlich herrschte Klarheit. Instagram wirkte auf mich nun wie eine gut aufgeräumte Kommode: Ich wusste, in welche Schublade was gehörte und was nicht. (Falls du mir schon länger folgst, weißt du, dass ich Ordnung liebe. 😉 )
Auf mehreren Plattformen tanzen
Was lag da näher, als das nächste Fass aufzumachen und sich einer weiteren Herausforderung zu stellen? Wär ja sonst auch langweilig …
Also auf zu Facebook.
Ich kann dir sagen: Da lerne ich noch täglich dazu, und das wird vermutlich noch eine ganze Weile so bleiben. Stress pur. Warum ich es mir trotzdem antue:
Mit Facebook war ich grundsätzlich schon länger verknüpft, weil ich Business- bzw. Creator-Konten auf Instagram habe. Das möchte ich auch dir empfehlen, da es viele Vorteile hat, unter anderem genaueren Einblick in deine Statistik.
Als Autorin habe ich mir eine eigene Seite für Kessi van Jarssum eingerichtet, auf der ich nun meine Inhalte ebenfalls auf Facebook teilen kann. Einmal Arbeit, doppelter Nutzen. (Kerstinus Brausike steht noch aus, steht aber auch meiner To-do.)
So erreichst du natürlich auch auf dieser Plattform deine Leserschaft. (Je nachdem, wo sich deine Leserschaft eher rumtreibt, ist da natürlich mehr Aktivität gefragt. Ich bin froh, dass meine sich nicht auf TikTok tummelt, da wäre ich dann nämlich raus. 😉 )
21ufos.de präsentiere ich dort nun auch mit einer eigenen Seite und bin froh, meine Botschaft breiter streuen zu können.
Außerdem gibt es bei Facebook Gruppen, was für die Interaktion und das Netzwerken noch einmal einen anderen Ansatz ermöglicht.
Insgesamt stehe ich mit Facebook aber noch am Anfang, und ob ich die Business-Maschine im Hintergrund jemals verstehe, weiß ich nicht. Jedes Mal lande ich auf anderen Seiten, ständig ändert sich was, und ich weiß jetzt definitiv, warum es ein Beruf ist, so was zu können. Ich wurschtel mich da durch, aber mehr ist nicht zu erwarten. Ist aber okay so. Ich kann nur lernen, in dem ich es mache. Ist wie mit dem Schreiben.
Hater am Start?
Noch etwas zum Thema Hater: Mit unangenehmen Menschen musste ich mich glücklicherweise erst sehr wenig auseinandersetzen. Die Insta-Buch-Bubble ist ja meist recht nett und kuschelig. Eine Weile bin ich einigen Accounts gefolgt, die einen eher krawalligen Ton hatte, bin aber irgendwann weitergezogen. Wir haben ja zum Glück auch selbst die Macht darüber, welche Inhalte und Gedanken wir uns regelmäßig zuführen, und wenn etwas beklemmend ist oder nicht guttut, dann: deabonnieren. Andersherum kann man natürlich auch blockieren, wenn nötig, und das sollte man auch machen.
Mein aktuelles System
Du siehst, ich habe einen ganz schönen Weg zurückgelegt, und eins kann ich dir sagen: Das Talent dafür wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Ich musste ganz schön ackern, mich durchbeißen und nach Rückschlägen immer wieder aufstehen, auch wenn ich am liebsten liegengeblieben wäre.
Bin ich aber nicht. Ich habe keine 10.000 Follower, bespiele aber mehrere Kanäle, und das mit Freude. Die Menschen, die mir folgen und mit mir interagieren, bestätigen mich jeden Tag darin, weiterzumachen und immer wieder nachzujustieren, wenn sich mal Erschöpfung einstellt. Es macht mir Spaß, mir neue Inhalte auszudenken und Content zu produzieren, der meinen Followern hilft oder ihnen den Tag verschönert. Die Mission, die ich mit 21ufos.de verfolge, kann ich über meine Kanäle verbreiten, und das freut mich sehr.
Auch heute gelingt es mir noch nicht, allen Menschen, denen ich folge, regelmäßig einen Besuch abzustatten, auch wenn ich die Inhalte definitiv interessant finde und auch weiter folgen möchte. Ich setze die Priorität beim Stöbern aber ganz klar auf Kolleg:innen, mit denen ich intensiv zusammenarbeite, Kooperationspartnern, Kundinnen und natürlich treuen Follower:innen, die immer wieder liken, kommentieren oder anders mit mir interagieren. ♥
Die Verknüpfung mit Facebook würde mir ein automatisiertes Posten ermöglichen, doch das mache ich (noch) nicht. Zwar werden meine Blog-Artikel und Podcast-Episoden mittlerweile automatisch hochgeladen, für meine Posts kann ich mir das aber noch nicht vorstellen. Ich mache es, wenn ich im Tagesverlauf Zeit habe, weil ich dann auch direkt reagieren kann. Das ist nicht nur gut für den Algorithmus, es ist auch einfach nett. 🙂
Momentan poste ich an sechs Tagen pro Woche. Das hört sich viel an, ich überlege mir aber nicht in dem Moment, was ich mache, sondern plane zumindest für 21ufos.de einen Monat durch. Ich habe bestimmte Tage, an denen zum Beispiel mein Schreibtipp komme (mittwochs), Infos zum Lektorat (donnerstags) oder ein Post zum aktuellen Podcast (sonntags). Dabei haben sich für mich durch Erfahrung Muster entwickelt, die funktionieren, und die ich immer wieder anwenden kann.
Für die Planung benutze ich das Tool Trello, wo ich in Listen meine Accounts sortiere, jedem Post eine Karteikarte zuweise und markiere, wenn er online gegangen ist. Es ist eine Art Redaktionsplan, aber nicht in einem Word-Dokument o.ä., sondern in diesem multifunktionalen Tool. (Manche plotten sogar damit. Dafür liebe ich aber meine Karteikarten aus Pappe zu sehr. 😉 )
Auf jeden Fall muss ich das Rad nicht immer neu erfinden, sondern kann einen Monat relativ am Stück durchplanen. Ich fülle die Karteikarten mit dem geplanten Veröffentlichungsdatum, der Caption – also dem Text, der unter dem Bild erscheinen soll -, suche mir auf einer anderen Karteikarte die Hashtags raus, fertig.
Die Hashtags habe ich tatsächlich für alle meine Aktivitäten in eine eigene Liste und auf eigene Karteikarten gelegt: Kessi van Jarssum braucht andere Hashtags als Kerstinus Brausike, und meine Marketingkampagne für „Tasche mit Herz“ soll eine andere Leserschaft erreichen als „Der Sturm brachte ihren Retter“, mein Liebesroman in großer Schrift.
Damit ich nicht nur die Hashtags, sondern auch die Klappentexte stets griffbereit habe, haben sie auch alle eigene Karteikarten bekommen. Ich kann sie nach Bedarf kopieren und in den Post einfügen.
Du siehst: Ich gehe einen Mittelweg aus automatisiertem, zeitsparendem und organischem, aus dem Moment lebenden Arbeiten. Ich muss mich nicht ständig neu eindenken wie früher und kann auch bei Chaos um mich rum posten, kann aber dennoch kreativ sein und auf aktuelle Erfordernisse eingehen, zum Beispiel einen Post schieben oder vorziehen.
Und wenn du jetzt neugierig geworden bist, wie das in der Umsetzung aussieht, und noch nicht zu meinen Followern gehörst, dann gibt es hier die Links zu meinen 21ufos.de-Kanälen:
Social Media kann großen Spaß machen, wenn man die ersten Hürden nimmt.
Dafür muss man unter Umständen eine ganze Weile herumprobieren und auch so manches Mal über seinen Schatten springen.
Wenn du unbedingt möchtest, es aber alleine nicht gelingt, dann denke über einen Kurs oder ein Coaching nach, um diese Hürden zu nehmen. Habe ich so gemacht und kann es weiterempfehlen, weil manchmal Blockaden dahinterstecken, die uns daran hindern, unsere Ziele zu erreichen. Mich hat das sehr frustriert, und ich war froh, als ich sie mit Hilfe beseitigt hatte.
Vernetzung ist das A und O. Ich habe mir in der riesigen Insta-Buch-Bubble meine eigene kleine Bubble geschaffen, in der ich mich wohl fühle, mit Menschen, die ich nicht mehr missen möchte. Das empfinde ich als ein ganz großes Geschenk, hinter dem aber viel Arbeit steckt.
Falls du Fragen oder Anregungen hast, schreib mir gerne an: kerstin@21ufos.de
Kürzlich war ich mit meinem Mann im Kino, der erste Besuch dort seit vielen Jahren. Wir haben uns den Film „Indiana Jones“ angesehen, der uns beiden gut gefallen hat. Es war eine Zeitreise, richtiges Popcorn-Kino. Aber: Hinterher saßen wir im Auto und haben darüber diskutiert, ob denn alle offenen Enden aufgelöst wurden. Dabei ist mir noch einmal bewusst geworden, wie wichtig es ist, jeden Handlungsstrang, der in einer Geschichte aufgenommen wird, am Ende auch aufzulösen. Das gilt nicht nur für den Film, sondern auch für unser Metier, das Schreiben. (Und natürlich steckt hinter jedem Film ein Drehbuch und damit auch das Schreiben. Ich habe selbst auch ein Drehbuch verfasst.)
Vielleicht fällt dir ein Film oder ein Buch ein, bei dem du das Gefühl hattest, dass Handlungsstränge aufgenommen wurden, die dich am Ende ratlos zurückgelassen haben; bei denen vielleicht nicht klar wurde, wie es nun ausgeht. Das kann gewollt sein – als klassisches „offenes Ende“, bei dem der Leserin bewusst überlassen wird, die Geschichte zu Ende zu denken – im Gegensatz zum glücklichen oder tragischen Ende.
Manchmal ist es aber offensichtlich ein „Unfall“, wenn ein Handlungsstrang nicht beendet wurde. Nicht nur in den Genres Krimi und Thriller ist das wichtig, sondern auch im Liebesroman und allen anderen Genres. Heute gibt es daher 5 Tipps von mir für dich, damit dir solche Unfälle erspart bleiben. (Auf das Herausfischen solcher Unfälle achte ich während eines Lektorats übrigens besonders. 😉 )
Tipp 1: Zeitleiste anlegen
Wenn du eine komplexe Geschichte hast, bei der man zwischen verschiedenen Zeitebenen hin- und herspringt oder in der sehr viele Details verarbeitet sind, die sich aufeinander beziehen, kann es sinnvoll sein, eine Zeitleiste zu haben. Dann stehst du schon nicht mehr unter dem Druck, während des Schreibprozesses immer darauf achten zu müssen, ob du auch alle Details bedacht hast.
Wenn du zu den Plottern gehörst, ist es einfacher: Du kannst planen, kannst dir in einer Datei, auf Karteikarten oder wo auch immer notieren, was wann wo wie passiert und welche Szene sich aufeinander beziehen.
Wenn du zu den Bauchschreibern gehörst, ist es schwieriger, weil du anfangs noch nicht genau weißt, wie die Geschichte sich entwickelt. Mein Tipp: Mache es hinterher. Sieh dir deine Geschichte noch einmal genau an, mache dir notfalls eine Zeitleiste, um zu schauen, ob alle zeitlichen Abläufe logisch sind und ob innerhalb dieser Abläufe alle Handlungsstränge abgearbeitet wurden.
Tipp 2: Testleser briefen
Wenn du mehrere Testleser hast, stelle mindestens einen darauf ab, sich die Handlungsstränge anzuschauen. Wurden sie zu Ende geführt? Ein Testleser kann nicht auf alles achten und ist auch kein Lektor oder Korrektor. Sinnvollerweise gibst du ihm oder ihr eine Aufgabe. Das könnte in diesem Fall sein: „Schau dir die Enden an. Habe ich an alles gedacht?“
Tipp 3: Die Nebenhandlung ist wichtig
Die Nebenhandlung ist in puncto „Enden“ genauso wichtig wie die Haupthandlung. Wenn du ein Plotter bist, verwende einen guten Teil deiner Energie darauf, sie sauber zu Ende zu führen. Wenn du ein Bauchschreiber bist, sieh sie dir hinterher noch mal an. Gerade bei den Nebenhandlungen fällt mir oft ein Hang zum Ausfasern und Vergessen auf. Deiner Leserin wird das in vielen Fällen ebenfalls auffallen, sie aus der Geschichte hinauskatapultieren oder mindestens einen faden Beigeschmack hinterlassen. Daher: Nimm die Struktur der Nebenhandlung ernst. Sie verfolgt ebenfalls einen Spannungsbogen mit Anfang, Mitte und Schluss – und der Schluss darf natürlich nicht fehlen.
Tipp 4: Vorsicht beim Löschen
Es kann sein, dass du während der Überarbeitung Teile aus deinem Manuskript löschst, weil du glaubst, sie nicht zu brauchen. Mein Tipp ist, sie in einer separaten Datei zu speichern oder wenigstens Notizen zu machen beziehungsweise Kommentare anzulegen. Es kann sein, dass sich andere Teile deines Manuskripts auf diese Passagen beziehen und es dadurch zu Logikbrüchen oder eben offenen Enden kommt. Prüfe am Ende der Überarbeitung noch mal diese falschen Bezüge.
Tipp 5: Nimm deine Lektorin ernst
„Guck dir das hier noch mal an“, sagt deine Lektorin vielleicht. „Hier ist die Geschichte / der Handlungsstrang nicht zu Ende geführt.“
Da ist vermutlich was dran. 😉 Natürlich kannst du dir den Text selbst noch mal anschauen und dich bei einem Testleser rückversichern. Es bleibt auch immer dir selbst überlassen, ob du das, was dir die Lektorin ans Herz legt, übernimmst oder nicht. Aber: Sie hat ein Gespür dafür. Sie ist wie ein Trüffelschwein auf der Suche nach genau solchen Sachen. Daher: Nimm es so ernst wie Hinweise auf die sprachliche Gestaltung oder die Figurenentwicklung. Deine Leserin wird es dir danken, denn zu einem runden Leseerlebnis gehört es auch, nicht mit Fragezeichen im Kopf aus dem Buch auszusteigen.
Fazit
Mir hat es Spaß gemacht, gemeinsam mit meinem Mann den Film noch einmal Revue passieren zu lassen und zu gucken, ob das denn auch alles so logisch und zu erklären war, und mit ein bisschen drehen und denken haben wir es auch hinbekommen.
Aber das ist eben sehr wichtig, darauf muss es hinauslaufen, dass die Fragezeichen im Kopf deines Lesers oder deiner Leserin höchstens die eigene Entwicklung betreffen, die dein Buch in ihr ausgelöst hat, und nicht dein Plot, nicht deine offenen Enden.
Kürzlich habe ich mein erstes Kinderbuch veröffentlicht: „Wimpel und die rote Koralle“. Es ist zunächst als E-Book exklusiv bei Amazon erschienen, im Herbst folgt die Print-Version. Heute möchte ich ein paar Learnings aus diesem durchaus fordernden Prozess teilen. (Teil 2 dieses Artikels folgt dann nach der Print-Veröffentlichung.)
(Cover: Kathrin Bax-Kowitz)
Einfach ist was anderes
Auf meiner langen Liste an Texten, die ich veröffentlichen möchte – meinen 21ufos – stand auch ein Kinderbuch. Ich würde nicht sagen, dass ich blauäugig an die Sache herangegangen bin, sondern hatte Respekt vor der Aufgabe, für Kinder zu schreiben. Ich war mir der Verantwortung bewusst. Wie schwierig es tatsächlich sein würde, ein Kinderbuch zu schreiben, hat mich dann jedoch überrascht, und auch die Veröffentlichung verzögert. Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig – oder lasse es bleiben. Insofern war mein Anspruch an mich, hier wirklich eine optimale Arbeit abzuliefern, mit der ich auch Pädagogen in Kita und Schule begeistern kann.
Ich weiß, wie zielgruppenorientiertes Schreiben funktioniert, und habe viel Erfahrung. Meine Zielgruppe (5-8 Jahre) hat jedoch nicht nur inhaltlich spezielle Ansprüche, sondern auch hinsichtlich Textaufbau und -struktur und natürlich sprachlich. Ich musste jedes Wort auf die Goldwaage legen. Ja, das gilt natürlich für jeden Text. Aber hier wurde tatsächlich JEDES Wort sowohl durch mich als auch durch meine Lektorin, eine Grundschulpädagogin, genau geprüft, denn das Buch ist nicht nur zum Vorlesen gedacht, sondern richtet sich auch an Erstleser. Diese lernen gerade erst das Entschlüsseln von Wörtern und Sätzen, und auch wenn mein Text komplexe Sachverhalte wie den Schutz von Ökosystemen beinhaltet, muss ich sprachlich natürlich auf einer Ebene schreiben, die für diese Altersgruppe zu erfassen ist.
Das war manches mal ein Drahtseilakt, bei dem ich allerdings auch sehr viel gelernt habe. Insofern hat es sich nicht nur für dieses eine Buch gelohnt, sondern nachhaltig. Dieses Experiment hat meine Jahresplanung gehörig durcheinandergewirbelt, aber das kenne ich ja schon und nehme es einfach hin. Das war es wert!
Experimente funktionieren auch hier
Apropos Experimente: Ein Kinderbuch stand auf meiner Liste. Der Plan war jedoch, wie üblich eine Geschichte zu entwickeln, zu schreiben und parallel Dienstleister für Cover, Lektorat etc. zu beauftragen. Hier lief es nun ganz anders, denn zuerst war tatsächlich das Cover da. Eines Tages stolperte ich auf Instagram über einen Post von Kathrin Bax-Kowitz mit einem phantastischen Cover – und habe es einfach gekauft. Ich MUSSTE es einfach haben. 😀
Erst danach entwickelte ich eine Geschichte, die zum Cover passte, und band hier auch meinen Sohn ein, der mir wichtige Impulse lieferte. Nach und nach entfaltete sich für mich die Geschichte rund um Wimpel und seine Freunde, die im Roten Meer leben und herausfinden wollen, ob die Koralle ein Tier ist. Abenteuer dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Ihr wisst ja, dass ich experimentell arbeite und meist selbst anfangs nicht weiß, was am Ende für ein Text herauskommt. Dies war allerdings sogar für mich speziell. Ich bin froh, dass das Experiment geglückt ist und die Geschichte bei meiner Zielgruppe gut ankommt. Richtig los geht es dann mit dem Print im Herbst, und ich hoffe, dann in Schulen und Kindergärten in viele gebannte Kinderaugen schauen zu können. 🙂
Buchsatz ist nicht gleich Buchsatz
Meine Bücher lasse ich fast immer professionell setzen. Eine Ausnahme war mein Drehbuch „Ertrinkende Pflanzen auf Leinwand“, weil ich da so spezielle Vorstellungen hatte, dass ich sie keinem Setzer zumuten wollte, und würde auch sagen, dass ich diese Herausforderung gut gemeistert habe. 😉 Wimpel habe ich dann aber wieder vertrauensvoll in die Hände der Agentur Autorenträume gelegt. Und ich muss schon sagen: Ein Kinderbuch mit Illustrationen zu setzen, ist komplex. Es galt nicht nur, die Illustrationen einzufügen, sondern auch die Schriftart ästhetisch ansprechend und gleichzeitig für Erstleser gut lesbar auszuwählen.
Kommunikation ist alles
Noch mal zu den Illustrationen: Auch diese hat Kathrin Bax-Kowitz wunderbar gestaltet. Zum Prozess kann ich nur sagen: Hier sollte man sich nicht am Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ orientieren, denn wer kommuniziert, ist klar im Vorteil. Es muss so viel abgestimmt werden, dass es ohne nicht geht, und das fängt bei der Gestaltung der Helden an und hört definitiv nicht bei der Reihenfolge der Bilder auf. Die Print-Ausgabe wird noch einmal eine Herausforderung, und da wird es dann wohl ein Buchsatz-Meeting mit allen Beteiligten geben. Da die Kommunikation aber sowohl mit Kathrin als auch mit Sandra super geklappt hat, bin ich sehr zuversichtlich auch für die kommende Print-Ausgabe. Ich freue mich drauf!
Weitere Learnings gibt es dann nach dem Release im Herbst im 2. Teil von „Ein Kinderbuch schreiben“.
Hast du Fragen oder Anregungen? Dann schreib mir gerne an kerstin@21ufos.de oder hinterlasse hier einen Kommentar.
Mit meinem heutigen Beitrag wende ich mich an dich, wenn du Autor:in bist und darüber nachdenkst, einen eigenen Podcast zu gründen. Vielleicht interessiert dich das Thema Podcasts aber auch grundsätzlich, dann habe ich weiter unten etwas für dich, das sich als Einstieg eignet. Los geht’s!
Podcast for beginners
Was ist eigentlich ein Podcast? Wikipedia definiert einen Podcast als „eine Serie von abonnierbaren Audiodateien (seltener Videodateien) im Internet“. Das klingt sehr technisch, deshalb übertrage ich es mal auf folgende Weise: Ein einzelner Podcaster oder eine Gruppe, bezeichnet als Host oder Hosts, bietet eine Art „Radioprogramm“ an, das du abonnieren kannst. Das Besondere: Du rufst die Sendung nach Bedarf ab, kannst nach Belieben stoppen und wieder einsteigen. Podcasts werden immer beliebter, und auch die angebotenen Themen sind immer breiter gefächert. Ich habe schon Podcasts zur Aquaristik, zum Japanisch lernen und zu Finanzthemen abonniert. Die einzelnen Folgen werden als Episoden bezeichnet. Manche erscheinen täglich neu, andere wöchentlich oder unregelmäßig. Es gibt verschiedene Anbieter, die die Podcasts zugänglich machen. Meine findest du hier.
Meine ersten Schritte
Bevor ich meinen Podcast 21ufos.de ins Leben rief, bloggte ich hier schon lange und spielte auch schon seeeehr lange mit dem Gedanken an einen eigenen Podcast. Doch wie funktionierte das? Vor allem die technische Frage schreckte mich ab. Ich surfte durchs Netz, sah mir Lehrvideos an, abonnierte einen Podcast, der mir alles wichtige beibringen sollte. Ins Handeln kam ich aber nicht.
Erst mein Sohn brachte mich dann dazu, an das Thema lockerer heranzugehen, und zeigte mir eine App, die keine großen Kenntnisse voraussetze. Ich konnte einfach mit meinem Handy aufnehmen, benötigte nicht einmal Headset oder Mikrofon, und auch die Bedienung der App überforderte mich nicht. Und so fing ich an, meine bereits veröffentlichten Blog-Artikel zu vertonen. (Da ich hier keine Werbung für eine bestimmte App machen möchte, nenne ich sie an dieser Stelle nicht.)
Die ersten Versuche waren holprig, und auch meine allererste Folge würde ich heute anders einsprechen. Aber wie sagt man so schön: Aller Anfang ist schwer! Immerhin habe ich irgendwann angefangen, und das zählt.
Einzelkämpfer oder Teamplayer?
Recherche schadet nie, und so könntest du die ersten Schritte gehen, indem du dich eingehend über das Podcast machen informierst. Schaue dir Videos an, lies Blog-Artikel, beschäftige dich mit den verschiedenen Anbietern. (Aber recherchiere dich nicht tot, auch ich musste irgendwann ins Umsetzen kommen. 😉 )
Womit würdest du dich am wohlsten fühlen? Für mich war es am einfachsten, erst einmal alleine zu starten. Zeitlich ließ sich dieser Beginn für mich auch besser regeln. Ich genieße mittlerweile aber beides. Die Gruppe hat den Vorteil, dass die Reichweite größer ist und auch Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden können.
Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert
Worum soll es in deinem Podcast gehen? Klar, du bist Autor:in, vermutlich also um deine Bücher. 😉 Jetzt musst du aber noch den Dreh finden, um deinen Hörer:innen einen Mehrwert zu bieten – und diesen auch klar herauszuarbeiten. Worum geht es in deinen Büchern? Kannst du daraus etwas ableiten? Ein paar Beispiele:
„Herzgespinste“ wurde von Sandra Andrés gegründet, und sie hat sich nach und nach Eve, Mia, Claudia und mich als Mitstreiterinnen gesucht, weil uns alle ein Thema vereint: Wir schreiben über reale Beziehungen!
In 21ufos.de gebe ich mein Wissen, das ich mir in drei Jahrzehnten des Schreibens und Veröffentlichens angeeignet habe, weiter, überwiegend als Solospeaker.
Sandra Andrés betreibt auch einen eigenen Podcast: Rilkes Töchter. Hier interviewt sie spannende Gäste zu unterschiedlichen Themen rund ums Schreiben.
Bist du Expertin für ein bestimmtes Thema, das sich auch in deinen Büchern wiederfindet? Als (angehende) Autorin von Sachbüchern erschließt sich der Zusammenhang vielleicht schnell. Doch auch für Belletristik-Autoren lassen sich interessante Themen ableiten: Schreibst du historisch? Oder im Genre Science-Fiction? Geht es bei dir immer wieder um Natur und Umwelt? Oder kriminalistische Rätsel? Der rote Faden in deinen Geschichten ist ein super Aufhänger für deinen eigenen Podcast. Du bist Expert:in für das Gebiet, liebst es offensichtlich und kannst es dann vermutlich auch mit Leidenschaft vermitteln.
Freies … ähm … Sprechen
Vielleicht verursacht dir die Vorstellung, frei in ein Mikro zu sprechen, anfangs Unbehagen. Das möchte ich dir mit ein paar Hinweisen nehmen:
Du brauchst anfangs gar kein Mikro, sondern nur dein Handy, und kannst die Technik nach und nach erweitern. Fange möglichst niedrigschwellig an, um überhaupt anzufangen.
Was du kannst, ist schreiben. Also verfasse zunächst einen Text, den du einsprichst, wenn dir das freie Sprechen noch schwerfällt. Nach und nach wirst du vielleicht zur Notiz von Stichpunkten übergehen. Das musst du aber nicht gleich zu Beginn.
Du kannst deine erste Folge einsprechen – und niemand wird sie jemals hören, wenn du sie nicht veröffentlichst. Mache sie tippitoppi fertig, mit Musik am Anfang und Ende, die dir die App in der Regel auch mitliefert. Schneide sie mit einem zugehörigen Programm oder installiere eines, wenn du dir das schon zutraust. Das Ganze hochladen und veröffentlichen musst du erst, wenn du auch wirklich starten möchtest.
Du könntest dir auch überlegen, einige Folgen vorzuproduzieren, um in einem festen Rhythmus zu bleiben. Dann stehst du weniger unter Zeitdruck. Manchmal klappt das bei mir, oft aber auch nicht. Ich habe damit zu leben gelernt. Meine Hörer:innen hoffentlich auch. 😀
Falls du dir unsicher bist, kannst du die Episode auch jemanden deines Vertrauens vorab hören lassen, wie du es mit deiner Geschichte vielleicht auch machen würdest. Lasse dich von negativem Feedback aber nicht entmutigen. Bleib dran!
Alternative
Falls du (noch) keinen eigenen Podcast gründen möchtest, könntest du auch einfach in einem bereits bestehenden Podcast zu Gast sein. Viele Podcaster freuen sich über Gäste. Ich habe zum Beispiel das Format „3 Fragen an…“ und quatsche mit meinen Gästen über ein Thema, das ihnen besonders liegt und einen Mehrwert für meine Hörer:innen bietet:
Der rote Faden in deinen Geschichten, das Thema, das dich begleitet, ist dabei dein Aushängeschild und auch ein möglicher Grund für eine tatsächliche Einladung in einen Podcast. Du kannst dem Host für eine Weile folgen, kommentieren etc. und so auf dich und deine Inhalte aufmerksam machen, oder auch von dir aus einen Besuch vorschlagen. Dann solltest du das Format aber sehr genau kennen und nicht mit irgendwas anklopfen, sondern dein Thema und dein Angebot auf den Podcast abstimmen: Warum bist du interessant? Worüber möchtest du sprechen? Der Host wird sich vermutlich nicht die Zeit nehmen, dich erst mal zu recherchieren. Im Grunde ist es ein bisschen wie bei einer Verlagsbewerbung: Du schreibst Liebesromane? Dann bewirb dich nicht bei einem Reisebuchverlag! 😉
In der Regel benötigst du für eine Aufnahme als Gast lediglich dein Handy plus eventuell Kopfhörer, doch wird sich vermutlich jede:r Host über ein professionelles Mikro freuen. Meines war mit unter 100 Euro noch erschwinglich. Vielleicht kannst du auch eines leihen. Kopfhörer sind ebenfalls gut. Aber lass dich auch hier nicht von der Technik abschrecken.
Mit diesem Blog-Artikel konnte ich dir hoffentlich ein paar Tipps und Tricks zum Thema Podcasten mitgeben. Falls du Fragen oder Anregungen hast, schreibe mir gerne an kerstin[@]21ufos.de.