Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, nun habe ich ihn die die Tat umgesetzt: 21ufos.de wird fortan von einem Podcast begleitet. Jeden Freitag möchte ich dir kurze Impulse von rund zehn Minuten rund ums Bücher lesen, schreiben und veröffentlichen geben. Belletristik wird genauso ihren Platz finden wie Schreibratgeber, und natürlich wird es auch immer wieder um das Thema Selfpublishing in all seinen Facetten gehen.
Das gibt’s ja nicht, wir haben schon wieder Januar! Vor einem Jahr habe ich den letzten Stand-der-Dinge-Post veröffentlicht. Zeit für ein Update, oder? Tatsächlich bin ich in den vergangenen Monaten nicht zum Bloggen gekommen. Aber nun ist die Jüngste „schon“ sieben Monate alt, und die Großen werden immer eigenständiger, sogar beim Homeschooling in Corona-Zeiten. So habe ich wieder die Möglichkeit, für ein paar Stunden in der Woche an den Schreibtisch zurückzukehren. Juchu!
Wie bin ich mit meinen 21ufos vorangekommen?
Einen längeren Text habe ich an eine weitere Testleserin gegeben – die ihn leider ziemlich auseinandergenommen hat. Oder besser gesagt: zum Glück auseinandergenommen hat. Da muss ich noch mal ganz grundsätzlich ran. Erst einmal lasse ich ihn aber liegen und denke über ihre Anregungen nach.
Eine Erzählung ist in der Rohfassung fertig. Hier hakt es für mich aber an verschiedenen Punkten inklusive der Message. Ja, ich weiß, darüber sollte man sich vorher Gedanken machen… In diesem Fall war es aber so, dass sich die Geschichte eben so entwickelt hat. Da es sich insgesamt eher um „therapeutisches Schreiben“ handelt, ist sowieso die Frage, ob sie jemals veröffentlicht wird, oder ich sie für mich geschrieben habe und sie niemals jemand zu Gesicht bekommen wird – was völlig in Ordnung ist. Auch diese Geschichte liegt jetzt erst mal und „reift“.
Alles auf Prüfstand
Da ich kaum Zeit hatte, um richtig an neuen Texten zu arbeiten, habe ich mir stattdessen nacheinander alle meine 21ufos vorgenommen und auf ihr Potential hin geprüft. Ich habe mir folgende Fragen gestellt:
Löst die Idee, die ich möglicherweise vor vielen Jahren schon hatte, noch etwas in mir aus?
Möchte ich noch darüber schreiben? Oder bin ich darüber hinweg?
Bin ich im richtigen Alter für diese Geschichte? (Tatsächlich habe ich einige auf ein späteres Lebensalter verschoben, weil ich nicht authentisch schreiben könnte, ohne selbst das entsprechende Alter durchlebt zu haben.)
Möchte ich die Geschichte nur für mich schreiben oder veröffentlichen?
Wenn ich sie veröffentlichen möchte: Ist die Geschichte vermarktbar? (Ja, auch das ist ein Kriterium. Und entscheidet letztlich darüber, wie viel Geld ich in die Hand zu nehmen bereit bin. Muss ja wieder reinkommen.)
Eignet sich die Idee zur Buch-Reihe?
Und schlussendlich: Passt die Geschichte gerade in mein Leben? Oder würde sie mich so gefangen nehmen und emotional fesseln, dass es negative Auswirkungen auf mich und/oder das Familienleben hätte? (Ein wichtiger Punkt. So etwas vertage ich nämlich auch auf später. Oder lege es komplett ad acta.)
Über sich selbst nachdenken kann ebenfalls helfen
Nachdem ich alle 21ufos derart beleuchtet habe und mir zusätzlich die Zeit genommen habe, meinen eigenen persönlichen und beruflichen Werdegang zu reflektieren, habe ich die Entscheidung getroffen, mich nun endlich dem Genre zu stellen, für das ich durch mein abgeschlossenes Studium an der Uni Bonndas nötige Fachwissen habe und für das mein Herz seit vielen Jahren schlägt: dem historischen (Liebes-)Roman. Bislang habe ich mich gescheut, dem Impuls nachzugeben, weil ich ein Recherche-Junkie bin und mich vermutlich erst einmal in der Fachliteratur verlieren werde… Aber egal: Ich gehe das jetzt an. Und ich freue mich darauf!
Wie ist es dir in den letzten Monaten ergangen? An welchen Texten arbeitest du? Liegt dir ein Genre besonders am Herzen? Ich freue mich über einen Kommentar von dir!
Das Foto, mit dem ich diesen Blog-Beitrag bebildert habe, passt ganz gut zu meinem Gefühl während meines Langzeit-Schreibprojekts 21ufos: Ich erklimme eine Stufe nach der anderen. Ich muss mich bemühen, meine Ziele zu erreichen. Zwischendurch lege ich immer mal wieder eine Verschnaufpause ein, wie zum Beispiel während unseres dreiwöchigen Sommerurlaubs. Aber Stück für Stück arbeite ich mich nach oben, so anstrengend es auch sein mag.
Mein nächstes Zwischenziel habe ich erreicht: Das Drehbuch, von dem ich vor einer Weile berichtet habe, ist in Auftrag gegeben. Zwölf Jahre hat es gedauert, denn geschrieben habe ich es bereits 2007. Damit habe ich zwei meiner 21ufos erfolgreich abgeschlossen. Juchu!
Mein neuer Liebesroman wartet auf eine zweite Überarbeitung, mit der ich endlich beginnen kann. Ich will ehrlich sein: Überarbeitung bedeutet vor allem: Arbeit. Es ist mühselig, die Anregungen und Empfehlungen der Testleser einzupflegen – aber unerlässlich. Zum Glück habe ich am Wochenende meinen Schwarztee-Vorrat aufgefüllt, denn davon werde ich eine Menge benötigen …
Zwischenzeitlich habe ich einen weiteren, halb fertigen Liebesroman noch einmal durchgelesen. Dabei habe ich gemerkt, dass das Ende tatsächlich nicht das Ende ist, sondern der Midpoint, auf den noch einmal die gleiche Menge Text folgen sollte. Uiuiui … Da habe ich mich direkt noch mal ans Plotten gesetzt. Wie du dir nach meinem Blog-Beitrag übers Plotten denken kannst, hängt nun ein schöner Szenenumbruch an der Pinnwand, über den ich in den kommenden Wochen meditieren werde.
Diese drei meiner 21ufos und der Blog binden meine Energien – und so soll es auch sein. Ich komme gut voran, und das gibt mir ein sehr positives Gefühl.
Wie geht es dir? Woran arbeitest du gerade? Hast du auch das Gefühl, beim Schreiben etwas zu erreichen? Oder ist das Gegenteil der Fall? Schreib mir doch einen Kommentar dazu!
Du fürchtest dich vor 1-Stern-Rezensionen? Dir graust es bei der Vorstellung, dich vor Kollegen und Nachbarn für deine Bücher rechtfertigen zu müssen? Du hast schlaflose Nächte aus Angst vor Kritik deiner Mit-Autoren? Ich sage:
Dir kann geholfen werden.
Und zwar mit einer Technik, die ich leider in Mini-Schritten und Maxi-Jahren erlernen musste. Ich hoffe, dass du mit meiner Hilfe etwas schneller vorankommst.
Die Technik besteht aus zwei Punkten: 1. Ignorieren. 2. Machen.
Pah, sagst du jetzt vielleicht. Das kann doch jeder!
In der Theorie mag das so sein. In der Praxis sieht es jedoch oft so aus, dass die schönsten Manuskripte in irgendeiner Schublade vor sich hingammeln, weil dem Autor der Mumm fehlt, das Ding zu veröffentlichen. Oft genug aus oben genannten Gründen. Und weißt du was? Mir ging es auch lange so. Angst vor Kritik und fehlender Mut waren bei mir nicht der einzige Hemmschuh, aber diese Aspekte spielten mit Sicherheit hinein.
Kümmern wir uns um Punkt 1: Ignorieren
Wie heißt es so schön im Songtext der Band „Die Ärzte“: „Lass die Leute reden …“
Als Autoren sind wir doch sowieso schon oft unser schärfster Kritiker. Jeden Satz nehmen wir auseinander, jeder Plot wird argwöhnisch bekrittelt, und an vielen Tagen finden wir das, was wir geschrieben haben, einfach nur doof. (Solltest du zu den glücklichen Ausnahmen gehören, denen solches Verhalten fremd ist: Herzlichen Glückwunsch!)
Fakt ist: Du wirst vermutlich nie zu hundert Prozent mit dem zufrieden sein, was du zu Papier gebracht hast. Und es allen anderen da draußen recht machen geht schon mal gar nicht. Das musste auch ich lernen, als ich Heftromane schrieb. Vielen sind die sogenannten „Groschenromane“ ein literarischer Dorn im Auge. Es gibt etliche Vorurteile gegenüber Autoren dieser Sparte, wie zum Beispiel, dass das alles nur so hingeluscht wird, aus der Konserve stammt, nur mit Stereotypen gearbeitet wird, ein einfacher Job ist, um Kohle zu verdienen und so weiter.
Dazu möchte ich Folgendes sagen: Ein Autor, der eine Serie im Zwei-Wochen-Rhythmus schreibt, legt alle zwei Wochen einhundert druckfertige Normseiten vor. Noch mal zum Mitschreiben: 100. Alle zwei Wochen. Das macht 2.400 Seiten im Jahr. Und zwar so, dass die Leser die Serie nicht nach zwei Folgen abbrechen, sondern sie für längere Zeit laufen kann. Das geht nicht, wenn man Schwachsinn schreibt. Ich habe immer auf vernünftige und psychologisch dichte Plots geachtet. Nur so hältst du die Leser bei der Stange, denn alles andere kaufen sie dir nicht ab. Dazu haben sie nämlich zu viel Lebenserfahrung, oft deutlich mehr als der Autor.
Trotzdem bin ich vielen Menschen begegnet, die entweder nur ein müdes Lächeln für meine Tätigkeit übrig hatten oder sogar blanken Hohn. Ich kann diesen Menschen nur raten: Sprecht einmal mit den Leserinnen. Mit einer Tagesmutter, die nach einem langen Tag mit Kleinstkindern abends todmüde ins Bett fällt und sich über eine spannende Liebesgeschichte freut, die aber keine tausend Seiten lang ist. Geht in ein Altenheim und seht in die leuchtenden Augen von Seniorinnen, die vielleicht alles verloren haben, nicht aber ihre Lust am Lesen – und an der Liebe, (Diesen Besuch kann ich auch jedem Romance-Autor, der mit seiner Profession hadert, nur wärmstens ans Herz legen. Ihr bringt Freude ins Leben vieler Frauen. Das ist eine lohnende Aufgabe. Punkt.)
Und nebenbei: Heftromane zu schreiben halte ich für eine der besten Schreib-Schulen überhaupt, denn wie in Journalismus und Werbung lernt der Autor hier, auf den Punkt und geplant zu schreiben. Keine 95 Seiten, keine 105. Sondern 100. Mit Deadline. Mit festem und wechselndem Personal, Haupt- und Nebenhandlungen und Spannungsbögen, die sich über mehrere Monate hinziehen. Einfach ist anders.
Aber was soll ich sagen? Ich konnte die Welt nicht ändern. Ich konnte die Menschen, die mich für meine Texte belächelten, nicht ändern. Ich konnte nur eines: sie ignorieren. Und aufhören, mir mit meiner Selbstkritik das Veröffentlichen zu verhageln.
Und das solltest du auch tun.
Denn jetzt folgt Punkt 2: Machen
Die schönste Idee ist nichts wert, wenn kein fertiger Text draus wird.
Okay, das ist vielleicht etwas übertrieben, denn jeder Schriftsteller weiß, wie vergnüglich es sein kann, sich ausschließlich mit den Ideen im eigenen Kopf zu beschäftigen. Das kann ein tagesfüllendes Programm sein. Bringt dich aber leider auf dem Weg zum Veröffentlichen nicht weiter. Denn da zählt nur der fertige Text, und der entsteht ausschließlich, indem du ihn schreibst, überarbeitest und dann hochlädst – plus etwaige Zwischenschritte.
Es hilft also nichts: Wenn du es geschafft hast, die ollen Kritiker zu ignorieren, musst du es im nächsten Schritt schaffen, zu produzieren. Mir fällt es immer leichter, produktiv zu sein, wenn ich weiß, wofür genau. Wenn ich mir vorher die Frage beantwortet habe, ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt, kann mich das nicht mehr vom Schreibprozess ablenken.
Frage dich daher ganz konkret: Was kann ich gewinnen? Was ist möglich? Was kann ich erreichen? Stelle es dir vor, male es auf, schreibe es auf – und hänge es an deine Pinnwand. Vielleicht bist du besonders mutig und erzählst einem vertrauten Menschen von deinen geheimen Träumen. (Nicht diese Träume. Es sollte schon ums Schreiben gehen …) Motiviere dich mit diesen inneren Bildern.
Und dann mach. Schreibe. Veröffentliche. Setze um, was getan werden muss. Träume nicht nur davon, sondern lasse deine Träume Wirklichkeit werden.
Wäre das nicht der beste Weg, um deine Kritiker Lügen zu strafen?
Und jetzt zusammen
Wieder fällt mir eine Liedzeile ein, diesmal von Udo Lindenberg: „Ich mach mein Ding, egal, was die anderen labern …“
Recht hat er – und vereint damit die beiden Schritte, die ich für essentiell beim Schreiben und Veröffentlichen halte und für dich heute verbunden habe: ignorieren und machen. Und das nicht nur ein Mal, sondern immer und immer wieder.
Wirklich?, stöhnst du jetzt vielleicht.
Ja, wieder und wieder – bis du diesen Prozess so verinnerlicht hast, dass es nicht mehr weh tut und du gar nicht mehr darüber nachdenken musst. Das kann dauern. Aber es lohnt sich. 🙂
Wie sind deine Erfahrungen mit Kritik? Erzähl es mir in einem Kommentar!
Das Leben kann echt hart sein. Das weißt du, das weiß ich. Und das wissen leider auch die anderen, die einem das Schriftsteller-Dasein ganz schön schwer machen können. Externen Lohn für unsere Mühen dürfen wir meist nicht erwarten, träumen aber bisweilen davon. So manchem geht auf dem langen Weg zur Veröffentlichung die Luft aus. Irgendwo zwischendrin ist die Motivation verloren gegangen. Frustriert gibt der einst ambitionierte Autor auf.
Damit es dir nicht so ergeht, möchte ich dir heute ein paar Gedankenanstöße geben, warum du Schreib-Erfolge feiern solltest.
Am Anfang stehst Du
Es ist doch so: unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Geschichten. Darum geht es. Das ist der Anfang. Wir sind unser erster Zuhörer. Schon kleinste Kinder erzählen sich selbst Geschichten, und zumindest im Kopf eines Schriftstellers hört das niemals auf. Aber was ist mit dem Leser, dem Markt, dem Bankkonto?, fragst du nun vielleicht. Meine Meinung: Das kommt alles erst danach. Das mag blasphemisch klingen, weil allerorten gepredigt wird, was wir tun müssen, um diese drei zu bedienen. Aber ich bestehe darauf: Die Texte entstehen zunächst aus uns und für uns. Da können wir noch so auf Statistiken, Marktentwicklungen und Verkaufszahlen schielen. Der Text erzählt unsere Sicht auf die Welt, unser Erleben, unsere Interpretation der Wirklichkeit. Es ist ein schöpferischer Prozess, der erst hinterher in Geld umgewandelt werden kann. Möglicherweise.
Und weil das so ist, bist du auch der erste Mensch, der sich über den fertigen Text freut. Ob es sich um eine Kurzgeschichte oder einen 800-Seiten-Wälzer handelt: Du hast das geschafft! Du ganz allein. Du hast dir die Zeit abgezwackt und den Text geschrieben. Du hast dir die Nächte um die Ohren geschlagen oder bist frühmorgens aufgestanden. Du hast die Priorität auf deine Geschichte gelegt und bestimmt so manches geopfert, um jetzt deinen Text in den Händen halten zu können – und das darfst du feiern!
Du bist deine Triebfeder
Aber sollte ich denn nicht erst dann feiern, wenn das Buch ein Erfolg ist?, fragst du nun vielleicht. Da kommt von mir ein klares Nein! Und das liegt nicht daran, dass ich gerne feiere. 😉 Dass du einen Text fertiggestellt hast – das ist der Erfolg. Was die anderen davon halten, wie es die Kritik aufnimmt, ob du dein Portmonee vor lauter Scheinchen nicht mehr schließen kannst – erst mal egal. Das fertige Buch interessiert vielleicht keine Sau. Oder es wird nicht gefunden, weil du dich (noch) nicht mit Marketing auskennst. Oder es entspricht nicht dem Zeitgeist. Oder oder oder. Alles wurscht, denn: Wenn du nicht in der Lage bist, dich selbst zu belohnen, wird es auch kein anderer können. Tolle Rezensionen, bombastische Umsätze, begeisterte Leserbriefe – alles für die Katz, wenn das alles dein Herz nicht erreicht.
Das hat nämlich etwas mit Wertschätzung zu tun, und zwar für dich selbst. Dich für Erreichtes zu belohnen, gibt deinem Gehirn einen entscheidenden Impuls, der dich motiviert und auch dann dranbleiben lässt, wenn es mal wieder hart wird. Und dich alle da draußen doof finden. Und deine Idee, schreiben und veröffentlichen zu wollen, sowieso.
Deshalb plädiere ich für Mini-Belohnungen auch für Mini-Erfolge. Frage dich: Was ist es dir wert, dass du das Buch geplant hast? Dass du das erste Kapitel geschafft, die Rohfassung erstellt hast? Dass du all deinen Mut zusammengenommen und das Ding hochgeladen hast, um es als E-Book zu veröffentlichen?
Was bist Du dir wert?
Du musst ja nicht gleich eine Fernreise buchen. Aber vielleicht eines der Törtchen beim Bäcker kaufen, die du eigentlich viel zu teuer findest, die dich aber bei jedem Einkauf anlachen. Oder das neue Buch deiner Lieblingsautorin – was den wunderbaren Vorteil hätte, dass du dich für weitere Mini-Schritte mit einzelnen Kapiteln belohnen könntest. (Videos, Filme und Serien funktionieren bei mir auch gut. Wenn mir etwas besonders auffällt, „spare“ ich mir die Folge oder den Film regelrecht für einen Erfolg auf.)
Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, sich zu belohnen, dass ich sehr lang tippen könnte, ohne zu einem Ende zu kommen: ein Wellness-Ausflug mit der Freundin, ein Tag im Wald, ein Spaziergang durch den Park, ein kühles alkoholfreies Bier am Abend, dein Lieblingstee …
Und weiß du, was das Beste an dem ganzen Konzept ist? Dass du ganz allein bestimmen kannst, was du als Erfolg definierst. Es ist dein Leben, deine Arbeit, dein Text, dein Erfolg – und deine Belohnung! Da kann dir keiner reinreden. Immerhin geht’s um dein Gehirn, das motiviert werden will. Wer könnte also besser entscheiden, was es braucht?
Also überlege dir, was dich glücklich machen, was bei dir als kleine und große Belohnung funktionieren könnte. Stelle dir den Lohn konkret in Aussicht: Wenn ich diese drei Seiten geschafft habe, dann schaue ich mir ein Video zum Thema Rhododendren-Pflege an. (Du hast ja komische Hobbies …) Wenn ich meine Rohfassung überarbeitet habe, mache ich Pause und hänge einen ganzen Nachmittag mit meinem Lieblingsbuch auf dem Sofa herum. (Das geht natürlich nur, wenn du keine kleinen Kinder hast, die derweil auf dir herumturnen. In dem Fall könnte eine große Belohnung lauten: Ich organisiere einen Babysitter und gehe mit meinem Partner chic essen. Oder zur Pommesbude. Hey, es ist dein Gehirn. Was weiß denn ich?!)
Und jetzt los! Mach dir Gedanken, schreib dir ein paar Ideen auf – und verbinde sie mit deinen Schreibaufgaben. Probiere verschiedene Sachen aus, spiele mit den verschiedenen Möglichkeiten. Dein schriftstellerisches Ich wird es dir danken.
Hast du Fragen? Oder bereits Erfahrungen mit Belohnungen rund ums Schreiben gemacht? Dann freue ich mich über einen Kommentar.