Mia M. Hope und das Genre Liebesroman

Mit meiner lieben Herzgespinste-Kollegin Michaela Metzner alias Mia M. Hope habe ich zum Thema Liebesromane geplaudert. Michaela ist Selfpublisherin und hat gerade den zweiten Teil einer Dilogie mit dem Titel TRÜMMERMÄRCHEN veröffentlicht. In der aktuellen Podcast-Episode vom Freitag haben wir uns einem der beliebtesten Genres im Selfpublishing gewidmet – und warum es so einfach nicht ist! Das Genre hat nämlich etliche Sub-Genres, und warum es sinnvoll ist, sich frühzeitig festzulegen, verrät Michaela in dieser Folge. Hör doch mal rein!

[Alle Podcast-Episoden in der Übersicht und einige Anbieter, über die du den Podcast noch hören kannst, findest du hier.]

Werde Teil einer Autorengruppe

Wie du vielleicht über Instagram oder die News auf meiner Homepage mitbekommen hast, bin ich kürzlich in einer Autorengruppe aufgenommen worden: Gemeinsam mit Sandra Andrés, Eve Estee, Mia M. Hope und Claudia Iwer bin ich nun Teil von

HERZGESPINSTE

Wir unterstützen uns gegenseitig bei unserer Tätigkeit als Autorinnen und talken regelmäßig im gleichnamigen Podcast zum Thema „Reale Beziehungen“. (Hier geht es zu unserer Homepage.)

Warum habe ich mich einer Gruppe angeschlossen? Was bringt es und ist es auch für dich eine Option? Darum geht es im heutigen Blog-Beitrag.

Mehr Sichtbarkeit

Im unübersichtlichen Markt der Veröffentlichungen ist es für eine einzelne Autorin recht schwierig, wahrgenommen zu werden. Eine Autorengruppe ist nicht nur etwas Besonderes, sondern hat auch gleich eine ganz andere Außenwirkung. Vom Leichtgewicht in einer umkämpften Branche wird man im Zusammenschluss mit anderen zum Mittel- und vielleicht sogar Schwergewicht, an dem niemand mehr vorbeikommt. Sichtbar sein, wahrgenommen werden und so auch Buchverkäufe generieren – das kann ein guter Grund sein, eine Autorengruppe zu gründen oder zu einer bestehenden dazuzustoßen. Messebesuche, der Auftritt im Buchhandel, eine Homepage mit den Büchern aller Mitglieder, ein gemeinsamer Flyer – es gibt viele Möglichkeiten, gemeinsam aufzutreten und so zu zeigen: „Seht her! Uns gibt’s! Und das sind unsere Bücher.“

Mehr Zeit für alle

Ein weiterer Grund kann folgender sein: Unser aller Tage haben leider nur 24 Stunden, und auch wenn wir es als Autorinnen gewöhnt sind, das Maximum aus unserer Zeit herauszuholen – sonst käme wohl kein Buch auf den Markt -, ist es doch immer schön, zeitliche Belastungen auf mehrere Schultern verteilen zu können – und genau so läuft es in einer Autorengruppe! Für Autorinnen, die verkaufen wollen, macht vor allem das Marketing einen großen Teil der zu veranschlagenden Zeit aus. Aber nicht jede hat ein Händchen dafür oder mag es gerne. Ist es nicht toll, wenn jemand anderes aus der Gruppe dafür brennt oder einem eine Teilaufgabe abnimmt, die einem nicht liegt? Ein Post für Instagram soll erscheinen? Ein Mitglied der Gruppe gestaltet das Beitragsbild, eines textet die Caption, alle geben ihr Okay und können Text und Bild für eigene Posts verwenden. Auch die Podcast-Produktion ist aufgeteilt, denn die Folge muss ja nicht nur aufgenommen, sondern auch geschnitten und hochgeladen werden. Auf jeden Fall können sich alle mit ihren Talenten und ihrem Wissen einbringen. (Als neu dazugestoßenes Mitglied suche ich meine Funktion noch, kann mir aber durchaus vorstellen, dass es auf Pressearbeit hinausläuft. Schauen wir mal. 😉 )

Für die Seele

Doch es geht nicht nur um Zeitersparnis. Als Autorengruppe kann man sich gegenseitig auch bei allen anliegenden Problemen unterstützen – und Erfolge gemeinsam feiern! Wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid, und so hilft es manchmal schon, negative Erlebnisse einfach zu bequatschen, und zwar mit Leuten, die wissen, wovon man spricht. Es wird nicht in die Öffentlichkeit getragen, sondern bleibt in der Gruppe, und mit Glück hat jemand einen passenden Tipp parat. Das ist meist nicht der Fall, wenn man nur mit jemandem in der Familie oder im Freundeskreis darüber spricht – denn was es bedeutet, Autorin zu sein, ist für Außenstehende oft schwer nachzuvollziehen. Hier helfen Mitstreiterinnen, die wissen, was man gerade durchmacht, im Positiven wie im Negativen.

Vereint im Thema

Doch wie kommt man zusammen? Die Gruppe kann sich einerseits finden, weil alle einfach Autoren sind, unabhängig von der inhaltlichen Ausrichtung. Da erinnert sie mich an eine klassische Schreibgruppe.

Sie kann sich aber auch unter einem bestimmten Thema zusammenfinden – wie wir bei HERZGESPINSTE. Sandra hat es so schön formuliert, und ich möchte sie an dieser Stelle gerne zitieren: „Wir sind Autorinnen, die über Beziehungen quatschen, weil sie darüber schreiben.“

Worüber schreibst du? Wen kennst du, der sich im gleichen Umfeld bewegt? Das kann ein Genre wie Fantasy oder Krimi sein, aber auch ein Thema wie „Reisen“ oder „Leben mit Kindern“. Schau dir einmal deine Texte ganz genau an: Was zieht sich hindurch wie ein roter Faden? Gibt es da etwas, das immer wieder vorkommt? Das könnte ein Ansatzpunkt für die Suche nach Mitstreiterinnen sein. (Falls es dir schwerfällt, den roten Faden zu finden, frage andere Autorinnen, die deine Texte gelesen haben, und wenn du dich traust, auch deine Leserinnen. Außenstehenden fällt es oft leichter, den Kern deiner Themen wahrzunehmen.)

Verantwortung tragen

Teil einer Autorengruppe zu sein, bedeutet aber nicht nur, die positiven Anteile „mitzunehmen“, sondern auch, Verantwortung zu tragen. Hast du eine Aufgabe übernommen, ist sie auch gewissenhaft auszuführen, denn die anderen bauen auf dich, so wie du auf sie baust. Natürlich haben alle auch noch etwas anderes zu tun im Leben und es wird vermutlich keinem der Kopf abgerissen, wenn eine Aufgabe mal länger dauert oder nicht zu bewältigen ist; doch grundsätzlich solltest du eher beim Einzelkämpfer-Dasein bleiben, wenn du diese Verpflichtung nicht eingehen möchtest. (Was auch vollkommen in Ordnung ist. Es muss sich nicht jede einer Gruppe anschließen. Man sollte nur sehenden Auges hineingehen und die Entscheidung nicht übereilt treffen, so dass am Ende alle glücklich damit sind.)

Mit diesem Blogartikel habe ich dir ein paar Hinweise gegeben, mit denen du weiterdenken und für dich herausfinden kannst, ob eine Autorengruppe eine Option für dich ist. Bei Fragen und Anregungen schreibe mir gerne an kerstin[@]21ufos.de

Holl di munter

Deine Kerstin

Ostf_ckland

Ich freue mich riesig, denn heute ist ein Theaterstück von mir erschienen. In der Geschichte geht es um eine Familie, die sich zum Abendessen trifft und sich mit geplanten, geplatzten und neuen Träumen auseinandersetzen muss.

Hier alle Informationen:

OSTF_CKLAND

Theaterstück in der Anthologie

Traumfabrik-Geschichten

herausgegeben von Sandra Andrés und Christiane Spooren

»Träume mussten schnell realisierbar und massentauglich sein, ein Endorphin-Kick. Hatte man den einen erreicht, ging es gleich zum nächsten. Während die harten Träume, für die man bluten, kämpfen und weinen musste, hier im Keller einstaubten.«

Was wäre es doch schön, eine Fabrik zu haben, in der Träume maßgeschneidert werden! Einen Träume-Laden, in dem wir unsere Lebensträume finden. Eine Glaskugel, in der unsere Träume für später aufbewahrt werden. Unendlich Zeit, unseren Träumen zu folgen. Sich einfach aus dem Alltag wegzuträumen. Oder jemanden, der an uns glaubt und uns beim Verwirklichen unterstützt.

Genau das soll diese Anthologie sein: Eine Erinnerung daran, dass Träume keinesfalls nur Schäume sind. Eine Traumfabrik, erschaffen von 40 Autor:innen für einen schreibfreudigen jungen Menschen, der das Handwerk des Träumeschnitzens erlernen … äh seinen Buchtraum verwirklichen möchte –  mit einem Stipendium bei Autorenträume, finanziert durch die Einnahmen der Buchverkäufe.

Träumen wir gemeinsam davon, dass alles möglich ist.

Cover: DeinCoverdesign

– überall als E-Book und Taschenbuch erhältlich –

oder als Taschenbuch direkt in Sandras Shop

 

Muss eine Veröffentlichung Geld kosten?

(Zur Sicherheit: Dieser Beitrag enthält unbezahlte
Werbung für einen Selfpublishing-Dienstleister. 🙂 )

Selfpublishing ist eine tolle Möglichkeit, sein Buch hinaus in die Welt zu schicken. Es kann aber auch mit hohen Kosten verbunden sein.  Muss das sein? Hierzu habe ich mir einige Gedanken gemacht.

Raus aus der Krise

Ich habe früher selbst im Verlag veröffentlicht und konnte davon leben. Aus familiären Gründen kam das Veröffentlichen zum Erliegen, und tatsächlich folgte eine „Veröffentlichungskrise“, weil ich auch fertige Texte nicht mehr publizierte. Wie bin ich dieser Krise entkommen? Das Zauberwort hieß: Selfpublishing.

Ich gab kaum Geld aus

Das Selfpublishing auf sehr niedrigem finanziellen Niveau war 2019 für mich der erlösende Faktor, den ich brauchte, um den Kreislauf zu durchbrechen. Ein privater Druck nur für mein eigenes Bücherregal hatte mir nicht gereicht. Tatsächlich kostete es mich keine zwanzig Euro, mein Buch zu veröffentlichen, und bei einer reinen E-Book-Version wären nicht mal die fällig gewesen. Das Geld zahlte ich an den Distributor, alle anderen Ausgaben sparte ich mir.

Der Grund: Hätte ich mir auch noch hohe finanzielle Hürden auferlegt, hätte ich es nicht geschafft. Der Prozess hat mich so schon alle Kraft gekostet, auch ohne weiteren Druck. Denn das vergessen viele: Die Zusammenarbeit mit anderen am Buch kostet Kraft, Zeit, Nerven. Will und kann manche:r vielleicht in dem Moment gar nicht.

Eine Option, kein Muss

Ich brachte also einen kleinen Liebesroman heraus, ohne Lektorat, ohne gekauftes Cover, ohne alles. Danach folgte ein Drehbuch. Beide habe ich mittlerweile neu aufgelegt und vieles eingekauft, was der Markt so verlangt. Wollte ich so – hätte ich aber nicht müssen. Es war meine freie Entscheidung, diesen Weg zu gehen, weil ich meine Geschichten so und nicht anders veröffentlichen wollte. Das Geld hatte ich auch nicht herumliegen, sondern habe es geliehen. Ein Wagnis, das ich nicht bereue. 

Ich habe das Geld geliehen, aber es gibt viele Möglichkeiten, eine Veröffentlichung fit für den Buchmarkt zu machen. (Da das hier den Rahmen sprengen würde, verweise ich auf ein Video der Agentur Autorenträume, die hierzu einige Tipps und Hinweise liefert.) Denn eines möchte ich ganz klar sagen: Ein Text gewinnt durch ein gutes Lektorat. Ein:e Leser:in wird eventuell durch ein Cover animiert, sich ein Buch genauer anzusehen und dann zu kaufen. Ein guter Buchsatz sorgt für ungehinderten Lesegenuss. Und ein Korrektorat ist der Punkt, auf den Autor:innen meiner Meinung nach am allerwenigsten verzichten sollten, denn viele Rechtschreibfehler im Text sind das, was die Leser:innen wohl am meisten stört. Alle diese Dienstleistungen haben ihren Sinn und ihre Berechtigung, und wenn sie irgendwie gewollt und finanzierbar sind – wunderbar. Aus gutem Grund lasse ich sie meinen Geschichten ja auch (meist) angedeihen. Aber sie sind kein Muss! Sie sind eine Option.

Kein Entweder-oder

Kritik an unlektorierten etc. Büchern kann ich natürlich nicht ausblenden. Verderben „schlecht gemachte Bücher“ den Markt? Verprellen sie die Leserschaft? Werfen sie ein schlechtes Licht aufs Selfpublishing? Aus Sicht des professionellen Selfpublishings kann ich diese Gedankengänge verstehen. Auch ich möchte meine Bücher verkaufen und Leser:innen überzeugen, auch Bücher aus dem Selfpublishing zu lesen.

Dennoch finde ich niedrigschwellige Zugangswege auch im zu bezahlenden Bereich sehr, sehr wichtig. Ich bin gegen ein Entweder-oder, sondern plädiere für beide Möglichkeiten: eine friedliche Co-Existenz.

Die Stimmen aller

Ein anderer Aspekt ist mir in diesem Zusammenhang nämlich sehr wichtig: Selfpublishing ist Demokratie pur. Auch die Stimme einer alleinerziehenden Mama oder ungelernten Arbeiters, der mit kleiner Rente leben muss, sollte gehört werden können. Ich war selbst mal alleinerziehend und weiß, was es bedeutet, jeden Cent umdrehen zu müssen, und hatte ganz bestimmt kein Geld für Lektorat etc.

Aber: Alle Menschen sollten sich unabhängig vom Geldbeutel ihren Traum vom eigenen Buch erfüllen dürfen, ohne dass der Torhüter Verlagsvertrag oder hohe Veröffentlichungskosten im Selfpublishing dies verhindern. Auch kulturell betrachtet finde ich es enorm wichtig, allen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Gedankenwelt zugänglich zu machen. (Und nein, nicht jede:r ist mit Deutschlehrern befreundet, die sich dann „wenigstens mal die Rechtschreibung anschauen“ können.)

Den Torhüter Verlag als Zugangsverhinderer zum Buchmarkt gibt es nicht mehr, und das ist gut so. Ich finde es ganz schlimm, wenn innerhalb der Selfpublishing-Szene erneut hohe Hürden geschaffen werden, damit alle erscheinenden Bücher mit Verlagspublikationen „mithalten“ können. Vielleicht ist das ja gar nicht der Sinn dahinter! Vielleicht ist das auch gar nicht das Anliegen der jeweiligen Autor:in.

Standards für beide Seiten

Vielleicht schafft es die Selfpublishing-Szene ja zunehmend, objektive Standards festzusetzen, die den Leser:innen Orientierung bieten, was sie für ihr Geld bekommen.

  • Der oft mögliche „Blick ins Buch“ fällt mir da spontan ein: Hier hilft ein Studium des Impressums und der ersten Seiten, das Werk einzuordnen und zu wissen, was da auf einen zukommt – und ob man als Leser:in bereit ist, dafür einen Obulus zu entrichten.
  • Auch kann man als Autor:in offensiv hingehen und die Leser:innen direkt auf den ersten Seiten informieren, dass zum Beispiel ein Korrektorat aus finanziellen Gründen nicht möglich war, Hinweise aber gerne angenommen werden. Das wäre mutig und fair.
  • Preise für Bücher aus dem Selfpublishing sind eine Option für Orientierung, allerdings nur dann, wenn auch hier das Augenmerk nicht nur auf verlagsähnliche Publikationen gelegt wird. Sonst sind wir wieder beim Entweder-oder.

So mache ich es heute

Die Fragen, die ich mir heute beim Veröffentlichen stelle, sind: Was ist mir wichtig? Wo will ich eigentlich hin? Was und wen will ich mit genau diesem Text erreichen? Erst danach lege ich das Budget fest. Und wenn keins vorhanden ist, dann wird trotzdem veröffentlicht. Pimpen kann ich auch noch später.

Und diesen Tipp möchte ich auch dir mitgeben: Bevor du überhaupt nicht veröffentlichst, veröffentliche auf die minimalistische Art! Denn wenn du nicht veröffentlichst, kostet es ja auch etwas – nämlich deinen Traum vom eigenen Buch.

Holl di munter!

Deine Kerstin

Eine Preisaktion starten (Teil 2)

In der Vorwoche habe ich allgemeine Überlegungen zum Thema Preisaktionen angestellt. Den Blog-Beitrag findest du hier.

Heute soll es darum gehen, wie ich die Preisaktion konkret durchführe und welche flankierenden Maßnahmen ich ausprobiert habe.

Aktion zum Release

Der Klassiker! Im Selfpublishing-Bereich siehst du ganz oft entsprechende Aktionen. Ziel ist wohl bei den meisten, über möglichst viele Verkäufe die Sichtbarkeit zu Beginn zu erhöhen. (Zum Thema Vorbestellungen, die dabei auch wichtig sind, ein andermal mehr.)

Mit Glück gibt es durch mehr Verkäufe mehr Rezensionen, weil mehr Leser:innen zugreifen und entsprechendes Feedback geben können. Meine Aktionen wurden auch oft geteilt und dadurch einem breiteren Publikum ausgespielt, insofern glaube ich schon, dass ich meine Sichtbarkeit erhöhen konnte. Daher werde ich auch weiterhin Preisaktionen zum Release anbieten – ob immer für 0,99 Euro, das ist eine andere Frage. Es kommt sicherlich auf das Projekt an.

Aktion mit Anlass

Bei einer Neuerscheinung interessiert mich persönlich ein gutes Ranking. Ich freue mich einfach, wenn ich eine gute Platzierung bei Amazon sehe. 🙂 Gut für mein Selbstwertgefühl, und für’s Marketing kann man’s auch nutzen. Bei späteren Aktionen überwiegt eher die Experimentierfreude.

Im Laufe des Jahres gibt es immer wieder Möglichkeiten, für einen gewissen Zeitraum eine Aktion zu planen. Deshalb denke ich über passende Gelegenheiten nach. Aktuell läuft meine Herbst-Preisaktion, bei der es jeweils über einen Zeitraum von zwei Wochen eines meiner Bücher für 99 Cent gibt, jetzt gerade TASCHE MIT HERZ. 8 Wochen lang begleite ich meine Leser:innen so in den Herbst. Außerdem fällt die Aktion auf die Frankfurter Buchmesse und meinen nächsten Ostfriesland-Aufenthalt, für den ich eine Handlungsorte-Tour zu DER STURM BRACHTE IHREN RETTER plane. So schlage ich mehrere Fliegen mit einer Klappe, und das gefällt mir immer besonders gut.

Hast du einen Sommer-Roman geschrieben? Dann ist ein guter Zeitpunkt gekommen, wenn die Leser:innen sich mit Lektüre für ihren Urlaub eindecken. Auch dein Geburtstag kann ein Anlass sein, oder der Geburtstag deines Buches. Eine Buchmesse wie in Frankfurt oder Leipzig bietet sich an, ebenso ein thematisch passender „Welttag des …“ Es muss ja nicht immer eine Aktion für mehrere Wochen sein. Durchforste mal deinen Kalender und informiere dich über „Welttage“, die in Frage kommen. Schau auch bei anderen, was sie als Anlass für ihre Aktionen nehmen.

Kopplung mehrerer Aktionen

Wie bei meiner Herbst-Preisaktion geschildert, kannst du mehrere Preisaktionen koppeln – sofern du bereits mehrere Titel am Markt hast. Du kannst die Aktionen gleichzeitig starten (Beispiel: „Ab dem soundsovielten alle meine E-Books für X Euro!“) oder die Angebote staffeln. Auch hier bietet sich ein innerer Zusammenhang an, damit du eine emotionale Bindung zum Kunden herstellst. Nur „billig“ ist nicht unbedingt ein Kaufargument. Was ist der Anlass? Warum die Preisaktion?

Technische Umsetzung

Bei meinem Distributor reicht ein Klick und die Eingabe des Datums, um die Preisaktion zu planen. Schau am besten mal, wie es dein Distributor handhabt. Wichtig ist, dass der Preis dann überall gleich ist wegen der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung. Ein Buch muss im Buchladen um die Ecke genauso günstig zu erwerben sein wie in einem auf E-Books spezialisierten Online-Shop – auch während einer Preisaktion.

Probleme

Das grundsätzliche Problem bei meinen Preisaktionen ist, dass ich keine tagesaktuelle Statistik zu meinen E-Book-Verkäufen generieren kann. Ich muss mehrere Wochen warten, bis ich die Zahlen in der Hand halte, und dann ist es für mich schwierig, nachzuvollziehen, was nun funktioniert hat und was nicht. Falls dieser Punkt für dich wichtig ist, könntest du bei der Wahl des Distributors darauf achten.

Außerdem könntest du dir Gedanken machen, welche flankierenden Maßnahmen du starten möchtest, um auf die Preisaktion aufmerksam zu machen. Zum Release rührst du ja sowieso die Werbetrommel für dein Buch, da ist das quasi ein Nebeneffekt. Außer der Reihe kannst du Glück haben, weil dein Buch vielleicht just in diesem Moment auf einem großen Kanal vorgestellt wird und dann über den günstigen Preis neue Leser:innen findet. Es kann aber auch sein, dass von der Aktion kein Mensch etwas bemerkt.

Zum einen kannst du auf deiner Homepage, deinem Blog, in deinem Newsletter darauf aufmerksam machen und auch mit dir verbundene Autor:innen bitten, deine Aktion zu teilen.

Zum anderen kannst du Werbung platzieren. Eine Möglichkeit, die ich selbst allerdings noch nicht ausprobiert habe, ist es, bei Instagram einen Beitrag zu bewerben. Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass es die Reichweite erhöht und damit zumindest neue Follower gewonnen werden können. Ob sich damit ad hoc Käufer für dein Buch finden, ist eine andere Frage. Wenn du nicht zu viel Geld investieren und einfach mal ausprobieren willst, ist das eine Möglichkeit.

Etwas mehr kostet die Platzierung in einem der Newsletter von buchdeals.de. Hier habe ich TASCHE MIT HERZ am vergangenen Sonntag beworben, kann also noch keine Erfahrungswerte teilen. Für mich war es dennoch ein wichtiger Schritt in die Welt der bezahlten Werbung.

Möglichkeiten, Werbung zu schalten, gibt es natürlich auch auf Facebook und Co. Schreibe gerne einen Kommentar und teile deine Erfahrungen! Sobald ich belastbare Zahlen zu meiner Herbst-Preisaktion vorliegen habe, gibt es hier ein Update. 🙂

Holl die munter!

Deine Kerstin