Es ist geschafft!

In den vergangenen Monaten habe ich mich auf den Podcast zu 21ufos.de konzentriert, von dem ich in meinem letzten Artikel berichtet habe. Nun habe ich es endlich geschafft: Alle bisherigen Beiträge sind einzeln oder als Zusammenfassungen vertont! Das war eine ganz schöne Arbeit und erklärt die Ruhe auf diesem Blog.

Nach einer Sommerpause geht es dann Mitte August mit neuem Content weiter. Ein Fokus soll dabei auf dem Veröffentlichungsprozess via Selfpublishing liegen, denn auch ich wähle für meine nächsten Veröffentlichungen im Herbst und Frühjahr wieder diesen Weg – nicht aus Not, sondern ganz bewusst. Die Projekte „TmH und „Ida“ werde ich weder Agentur noch Verlag anbieten, sondern komplett auf meine Weise – und mein Risiko – herausbringen, dieses Mal mit dem kompletten A bis Z: Lektorat, Korrektorat, Buchsatz, Cover und flankierendem Marketing. Auch über Sensitivity Reading denke ich nach.

Hast du Fragen dazu, die ich in den Podcast-Folgen berücksichtigen sollte? Schreib sie mir gerne in die Kommentare! Folge mir auch gerne auf Instagram @kerstin.schuldt.autorin und tritt mit mir in Kontakt.

Holl di munter!

Deine Kerstin

21ufos.de goes Podcast

Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, nun habe ich ihn die die Tat umgesetzt: 21ufos.de wird fortan von einem Podcast begleitet. Jeden Freitag möchte ich dir kurze Impulse von rund zehn Minuten rund ums Bücher lesen, schreiben und veröffentlichen geben. Belletristik wird genauso ihren Platz finden wie Schreibratgeber, und natürlich wird es auch immer wieder um das Thema Selfpublishing in all seinen Facetten gehen.

Auf diesen Plattformen ist der Podcast zu finden:

Spotify
Anchor
Breaker
Google Podcasts
Pocket Casts
Radio Public

Viel Spaß beim Reinhören,

holl di munter!

Deine Kerstin

21ufos – Der Stand der Dinge #4

Das gibt’s ja nicht, wir haben schon wieder Januar! Vor einem Jahr habe ich den letzten Stand-der-Dinge-Post veröffentlicht. Zeit für ein Update, oder? Tatsächlich bin ich in den vergangenen Monaten nicht zum Bloggen gekommen. Aber nun ist die Jüngste „schon“ sieben Monate alt, und die Großen werden immer eigenständiger, sogar beim Homeschooling in Corona-Zeiten. So habe ich wieder die Möglichkeit, für ein paar Stunden in der Woche an den Schreibtisch zurückzukehren. Juchu!

Wie bin ich mit meinen 21ufos vorangekommen?

Einen längeren Text habe ich an eine weitere Testleserin gegeben – die ihn leider ziemlich auseinandergenommen hat. Oder besser gesagt: zum Glück auseinandergenommen hat. Da muss ich noch mal ganz grundsätzlich ran. Erst einmal lasse ich ihn aber liegen und denke über ihre Anregungen nach.

Eine Erzählung ist in der Rohfassung fertig. Hier hakt es für mich aber an verschiedenen Punkten inklusive der Message. Ja, ich weiß, darüber sollte man sich vorher Gedanken machen… In diesem Fall war es aber so, dass sich die Geschichte eben so entwickelt hat. Da es sich insgesamt eher um „therapeutisches Schreiben“ handelt, ist sowieso die Frage, ob sie jemals veröffentlicht wird, oder ich sie für mich geschrieben habe und sie niemals jemand zu Gesicht bekommen wird – was völlig in Ordnung ist. Auch diese Geschichte liegt jetzt erst mal und „reift“.

Alles auf Prüfstand

Da ich kaum Zeit hatte, um richtig an neuen Texten zu arbeiten, habe ich mir stattdessen nacheinander alle meine 21ufos vorgenommen und auf ihr Potential hin geprüft. Ich habe mir folgende Fragen gestellt:

  • Löst die Idee, die ich möglicherweise vor vielen Jahren schon hatte, noch etwas in mir aus?
  • Möchte ich noch darüber schreiben? Oder bin ich darüber hinweg?
  • Bin ich im richtigen Alter für diese Geschichte? (Tatsächlich habe ich einige auf ein späteres Lebensalter verschoben, weil ich nicht authentisch schreiben könnte, ohne selbst das entsprechende Alter durchlebt zu haben.)
  • Möchte ich die Geschichte nur für mich schreiben oder veröffentlichen? 
  • Wenn ich sie veröffentlichen möchte: Ist die Geschichte vermarktbar? (Ja, auch das ist ein Kriterium. Und entscheidet letztlich darüber, wie viel Geld ich in die Hand zu nehmen bereit bin. Muss ja wieder reinkommen.)
  • Eignet sich die Idee zur Buch-Reihe?
  • Und schlussendlich: Passt die Geschichte gerade in mein Leben? Oder würde sie mich so gefangen nehmen und emotional fesseln, dass es negative Auswirkungen auf mich und/oder das Familienleben hätte? (Ein wichtiger Punkt. So etwas vertage ich nämlich auch auf später. Oder lege es komplett ad acta.)

Über sich selbst nachdenken kann ebenfalls helfen

Nachdem ich alle 21ufos derart beleuchtet habe und mir zusätzlich die Zeit genommen habe, meinen eigenen persönlichen und beruflichen Werdegang zu reflektieren, habe ich die Entscheidung getroffen, mich nun endlich dem Genre zu stellen, für das ich durch mein abgeschlossenes Studium an der Uni Bonn das nötige Fachwissen habe und für das mein Herz seit vielen Jahren schlägt: dem historischen (Liebes-)Roman. Bislang habe ich mich gescheut, dem Impuls nachzugeben, weil ich ein Recherche-Junkie bin und mich vermutlich erst einmal in der Fachliteratur verlieren werde… Aber egal: Ich gehe das jetzt an. Und ich freue mich darauf!

Wie ist es dir in den letzten Monaten ergangen? An welchen Texten arbeitest du? Liegt dir ein Genre besonders am Herzen? Ich freue mich über einen Kommentar von dir!

Holl di munter!

Deine Kerstin

Notizen aus dem Wochenbett

Unser jüngster Familienzuwachs ist nun zehn Wochen alt, und ich melde mich aus dem Wochenbett zurück. Uns beiden geht es wunderbar, und in die Familie kehrt langsam ein neuer Alltag mit Baby ein. Es juckt mir in den Fingern, wieder an meinen Texten zu arbeiten – wobei ich damit gar nicht so richtig aufgehört habe. Noch im Krankenhaus habe ich mir Notizen gemacht und Ideen aufgeschrieben, die mir des nachts kamen. Viel Zeit zum Nachdenken habe ich ja, immerhin schlafe ich momentan recht wenig …

Kreatives Schreiben im Mini-Format

Und das ist auch der Tipp, den ich dir heute mit auf den Weg geben möchte: Egal, wie viel Zeit du hast oder wie wenig Gelegenheit zu intensivem Schreiben – mache dir wenigstens Notizen! Das müssen keine ellenlangen Texte sein. Ein kurzer Satz, ein Wort, das dich an den ursprünglichen Gedanken erinnert, kann schon ausreichen. (Doch seien wir ehrlich: Meist wird mehr als ein Wort nötig sein, denn wenn du deine Notizen zwei Jahre später noch mal sichtest, wirst du dich vielleicht nicht erinnern, was du dir mit „Rhabarberpudding“ oder „Brühwürfel“ sagen wolltest.)

Mit Notizbuch und Stift gegen das Vergessen

Ich habe beispielsweise immer ein kleines Notizbuch in der Tasche, in meiner Lieblingsfarbe, grau-blau mit Goldverzierung, so dass es Spaß macht, hineinzuschreiben. Und mein Lieblingsstift darf natürlich auch nicht fehlen. (Hier kann ich nur sagen: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren! Schon das Notieren sollte Spaß machen.) Das Ganze hat den Vorteil, dass spontane Geistesblitze nicht verloren gehen und du sie obendrein archivieren kannst. Momentan erinnere ich mich kaum an meinen eigenen Namen – wie sollte es mir also bei potentiellen Namen für Nebenfiguren gelingen? Leider bin ich so oder so mit einem recht schlechten Gedächtnis gesegnet, und auch außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit ist das Notizbuch meine einzige Waffe gegen das Vergessen. Also trickse ich mein schlechtes Gedächtnis aus, das erstaunlicherweise neben Jahreszahlen vor allem kreative Einfälle rasch aussortiert, und schreibe alles auf.

Ideen gehören in die Kiste

Was aber, wenn du nicht der Typ für ein Notizbuch bist? Lose Zettel, die in Hosentaschen herumfleddern, haben leider den enormen Nachteil, dass sie leicht verloren gehen – einfach weil sie keinen Ort haben. In dem Fall gewöhnst du dir am besten an, sie zu Hause direkt in einer Schachtel abzulegen, in der du alle Zettel sammelst, oder du klebst sie in das Notizbuch ein, das du sonst benutzt. (So mache ich es.) Alternativ bietet sich natürlich das Handy an, das die meisten von uns stets mit sich führen. Das ist sicherlich eine Typfrage, Für mich ist es nichts, ich brauche Stift und Papier. (Toll sind auch zusätzliche Notizseiten in einem Kalender, falls du etwas so Altmodisches noch nutzt. Ich gehöre zu diesen merkwürdigen Leuten … Hier schreib ich alles mögliche rein, von Seminarmitschriften über Geschenkideen bis hin zu Textsplittern. Die Kalender wandern am Jahresende in eine Sammelkiste, wenn ich den nächsten aktiviere. So kann ich sogar nachhalten, in welchem ungefähren Zusammenhang mir welche Idee kam beziehungsweise was mich in dem Jahr beschäftigte. Toll! (Manches ist natürlich peinlich. Niemals wird jemand diese Ergüsse lesen dürfen, die Nabelschau, das Spekulieren über die eigene Zukunft et cetera. Aber was soll’s? Die Gedankenspielereien sind nur für mich bestimmt – so wie deine nur dir gehören. Niemand wird sie jemals lesen. Du kannst aufschreiben, was du willst. Ist das nicht herrlich?

Deine Notizen sind dein Schatz

Gelegentlich gehe ich die Notizen dann durch. Kann ich etwas davon für meinen aktuellen Text verwenden? Oder vielleicht für einen anderen? Oder könnte eine neue Idee für eine Geschichte daraus entstehen? Dein Notizbuch ist dein „Eichhörnchenversteck“. Verbuddel darin alle Schätze, die du deinem Gehirn entreißen konntest. Kommt die Zeit, da du sie brauchst, kannst du ein Versteck öffnen – und wirst dich freuen, deine Schätze so fleißig verbuddelt zu haben.

Hast du auch eine Taktik, um deine Gedanken vor dem Vergessen zu bewahren? Fallen dir weitere Tipps und Tricks dazu ein? Dann freue ich mich über einen Kommentar!

Holl di munter!

Deine Kerstin

Hochschwanger schreiben

„Na, du hast ja eine ganz schöne Kugel!“, rief mir die Nachbarin vor ein paar Tagen aus sicherem Abstand zu. Ich strich über meinen sehr runden Bauch und freute mich. Ich bin gerne schwanger, auch jetzt noch im Endspurt. Trotz wegbleibender Puste; trotz Verzichts auf Kuchen und Torte; trotz beginnenden Schlafmangels, weil ich mich nur noch von rechts nach links wende. Für mich gehört dies einfach zu den schönsten Zeiten im Leben, und ich bin froh und dankbar, dass ich es noch einmal erleben darf.

Doch wie sieht es in dieser Zeit mit dem Schreiben aus? Nach einem schönen kreativen Schub vor einigen Wochen muss ich jetzt zugeben, dass das Tippen nicht mehr regelmäßig stattfindet. Ich nutze die verbliebene Zeit vor der Geburt eher, um auf der Terrasse in der Sonne zu sitzen und in mich zu gehen. Solche Phasen für strategische Planungen genehmige ich mir ohnehin regelmäßig. (Was nicht heißt, dass ich das meiste davon genauso regelmäßig über den Haufen werfe …)

Ich stelle mir folgende Fragen:

  • Wie soll es weitergehen?
  • Welches Projekt möchte ich vorantreiben, wenn sich dieses Jahr kleine Zeitfenster ergeben sollten?
  • Wie und wann möchte ich richtig wieder einsteigen – und womit?
  • Möchte ich die Richtung, die ich eingeschlagen habe, beibehalten – oder mich in eine andere Richtung entwickeln?
  • Braucht es dazu vielleicht eine Weiterbildung, die ich schon mal recherchieren könnte?
  • Wäre sie innerhalb der nächsten drei Jahre realistisch zu absolvieren – oder erst danach?
  • Mit Baby und Kleinkind muss man sich insgesamt neu sortieren: Wie kann ich mir auch in dieser Phase kreative Auszeiten sichern, um nicht unzufrieden zu werden?

Es ist wichtig, sich vorher Gedanken darüber zu machen, um nicht blind in eine unbefriedigende Situation zu schlittern. Wenn du dir vorher überlegst, wie du Inseln für kreative Arbeit schaffen kannst, wird es für dich auch immer die Vorfreude darauf geben – und das mögliche Gefühl der „Durststrecke“ hält sich in Grenzen. Aus Erfahrung kann ich sagen: So gerne ich auch Mutter bin, so sehr freue ich mich über die Zeit am Schreibtisch. Auch das macht mich als Mensch aus. Ich weiß, dass ich diese Zeit brauche, um glücklich und zufrieden zu sein. Dir geht es ähnlich? Dann reichen in der Babyzeit oft schon Mini-Zeit-Portionen, um das Gefühl zu haben „am Ball zu bleiben“ und sich auch mit eigenen Themen und Gedanken zu beschäftigen. Das kann dann bedeuten, einen Artikel in einer Autoren-Zeitschrift zu lesen oder ein Kapitel in einem Schreibratgeber, ein Video zum Thema Schreiben anzuschauen, über Plot oder Charaktere deines aktuellen Projekts nachzudenken und Notizen dazu anzufertigen –  oder gar ein paar Sätze zu schreiben. (Zu hoch stapeln wollen wir aber lieber nicht, oder? 😉 )

Diese Mini-Zeit-Portionen muss man meiner Erfahrung nach jedoch planen. Sonst fallen sie nämlich einfach aus, weil dieses oder jenes wichtiger ist – und die Unzufriedenheit schleicht sich doch ein. Im Interesse aller Beteiligten lohnt es sich, das aktiv zu verhindern. Das bedeutet, sich auch mal gegen die Inanspruchnahme durch die Familie durchzusetzen. Es ist schließlich auch in ihrem Interesse, dass die Mama glücklich und zufrieden ist. (Notfälle, kranke Kinder etc. sind davon natürlich ausgenommen. Jede Planung muss über den Haufen geworfen werden können. Nur sollte das nicht regelmäßig wegen jeder Kleinigkeit passieren. Sonst kommst du letzten Endes zu kurz, und damit ist niemandem geholfen – auch dem Baby nicht!)

Neben diesem Planungsbedürfnis hat bei mir der Nestbautrieb voll eingesetzt: Alles soll noch einmal schön sauber sein, bevor die Kleine auf die Welt kommt. (Dafür wird notfalls auch der Papa eingespannt, der muss nämlich Oberlichter putzen und Lampen entstauben. Auf Leitern klettere ich nicht mehr.) Auch der Papierkram will erledigt sein, denn damit möchte ich mich in der ersten Zeit nach der Geburt wirklich nicht beschäftigen. Und nicht zuletzt genieße ich noch einmal exklusive Zeit mit meinen beiden Großen und natürlich meinem Mann: ganz bewusst Zeit miteinander verbringen, die Akkus aufladen für die anstrengenden ersten Monate mit Baby – das ist ganz, ganz wichtig. Davon zehrt man, wenn es mal schwierig wird und die Müdigkeit zum ständigen Begleiter geworden ist.

So, das waren meine Gedanken zu Thema „hochschwanger schreiben“ – oder vielmehr planen. Hast du auch Erfahrungen dazu, die du teilen möchtest? Dann freue ich mich über einen Kommentar!

Damit verabschiede ich mich vorerst ins Wochenbett – und hoffe, dich bald in alter kreativer Frische hier wiederzusehen. 🙂

Holl di munter!

Deine Kerstin